Tatacoa – Gefangen unter der Wüste von Thomas Zeller

Es steckt wirklich viel Potential im Buch.

Inhalt


Daniel reist zu seinem Onkel Juan in die Tatacoa Wüste, er möchte ihm dabei helfen dort das geplante Observatorium einzurichten um es dann für Touristen zu eröffnen. Doch als er eine kleine Gruppe von Leuten durch die Wüste führen soll, geht einiges schief und plötzlich findet er sich mit einigen aus der Gruppe unter der Erde wieder.


Meine Meinung


Das Cover finde ich wirklich sehr gut. Allerdings ist der Einband so ein bisschen gummiartig und das finde ich zum Anfassen immer etwas komisch.

Der Stil ist recht gut und ich kam auch einigermaßen damit zurecht. Allerdings muss ich sagen, dass mir manchmal etwas zu viele Fakten eingeworfen wurden. Gerade am Anfang fühlte ich mich etwas bombardiert mit Dingen aus Daniels Vergangenheit. Der Einstieg hätte ruhig etwas langsamer sein können. Aber ansonsten war im ganzen Buch immer diese Spannung im Hintergrund, die sich durch das Buch zog.

Diese Wüste, die riesig ist und dann dieses System unter dieser, wo sie auf eine Militärgruppe treffen, die illegale Machenschaften dort treiben. Wirklich ein spannendes Setting. 🙂

„Verschlungene Trockenbecken mit bizarren Säulen aus Lehmerde prägen auch heute ihr Erscheinungsbild, das keineswegs unverändert bleibt. In kurzen Winterperioden trommelt der Regen mit voller Wucht, verformt die Landschaft und erschafft neue Labyrinthe, sodass unerfahren Touristen-Guides nach nur einer Nacht überlegen müssen, ob sie sich verlaufen haben.“ (S. 7)

Aber vielleicht deshalb habe ich mir etwas mehr spannende Verfolgungsjagden unter der Erde vorgestellt, die leider ausblieben. Dafür hat man dann einen Zeitdruck zusammen mit den Protagonisten, die innerhalb von 48 Stunden etwas finden müssen, damit sie wieder lebend an die Oberfläche kommen.

Grundsätzlich fand ich die Charaktere auf der Seite der Lieben alle sehr sympathisch und auch ihre Handlungsweisen haben mir sehr gefallen. Ich konnte alles nachvollziehen und Thomas Zeller hat sie wirklich sehr gut ausgebaut. Eine Kleinigkeit ist mir aber doch negativ aufgefallen, denn ich fand die Charaktere doch im Ganzen etwas zu jung angesetzt. Daniel selber ist 19, aber einige andere sogar noch jünger und dann kam ich im Kopf nicht immer so damit klar, was die kleine Gruppe da alles geleistet hat. Und auch die Sprache fand ich nicht immer passend für eine Teenagergruppe.

An einigen Stellen der Geschichte war ich auch etwas konfus, denn es treten Zufälle auf, damit die Story vorankommt und das ist leider nicht so mein Ding. Auf mich wirkt das dann manchmal etwas holprig, wenn auf einen Zufall zurückgegriffen werden muss um mit der Geschichte dahin zu kommen wo man hin möchte.
Allerdings muss ich auch zugeben, dass sich einige Zufälle dann doch noch geklärt haben und es dann wieder in die Story gepasst hat. 🙂

Das Ende ist okay. Vielleicht ein klein wenig zu dramatisch, aber da kann man ruhig drüber hinwegsehen.


Mein Fazit


Das Potential für eine echt spannende Geschichte ist im Buch vorhanden, aber manchmal ging mir diese Spannung dann etwas verloren, wenn wieder viele Details und Fakten auf wenigen Seiten folgten.
Aber trotzdem mochte ich die Charaktere und ich konnte der Handlung gut folgen. Für mich hätte Daniel mit seinen Freunden nur ein bisschen älter sein können, dass hätte es meiner Meinung nach ein bisschen runder gemacht. Aber darüber kann ich hinwegsehen und so bin ich doch sehr gut von Tatacoa unterhalten worden.  

Ich bedanke mich beim Autor für das Rezensionsexemplar. 
Diese Rezension spiegelt meine eigene Meinung wider und wurde in keinster Weise beeinflusst. 

Weitere Meinungen:

Fakten zum Buch
Autor:
Thomas Zeller
Titel: Tatacoa – Gefangen unter der Wüste
Verlag: SP
Seitenzahl: 300
ISBN: 978-3-9525075-1-3
Preis: 11,99€

 

 

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[…] Es steckt wirklich viel Potential im Buch. LeseWelle […]

christin
1 Monat zuvor

Bei deinem einleitenden Satz, denkt man sofort an eine negative Kritik. “Ja, doch, da steckt Potenzial drin” und es schwingt so es “aber mehr auch nicht” mit 😛

Muss nach deiner Kritik sagen, dass deine Kritikpunkte bei mir auch schwer wiegen würden, von daher greife ich lieber nicht erst zum Buch. Bevor ich mich dann ärgere, weil es so abstrus ist.