Immernacht von Ross MacKenzie

Eine echt tolle Fantasygeschichte!

Inhalt


Lara ist ein Waisenkind und lebt auf der Straße. In ihrer Welt leben Hexen, die gefährlich sind, so sagt man zumindest. Allerdings gibt es überall in ihrer Stadt die Weißen Magier, seelenlose Menschen, die Alltagsmagie herstellen. Hier lebt Lara also auf der Straße und verdient sich ihr Geld mit toshen, d.h. sie sucht in der Kanalisation nach Dingen, die sie verkaufen kann.


Meine Meinung


Das Cover ist wirklich klasse und ist mir sofort ins Auge gesprungen. 🙂

Aber ich war auch direkt nach den ersten Seiten von der Geschichte gefesselt. Eine tolle fantastische Welt voller Magie. Denn neben Lara lernen wir auch noch Schattenjack, ein Dschinn, und seine Gebieterin Mrs. Hester kennen. Sie ist die Obermagierin des Königs und kontrolliert die Weißen Magier, dessen Seelen sie in Käfigen gefangen hält. Doch bei manchen hat sie einen Fehler gemacht und ein kleiner Rest Seele ist im Körper geblieben. So auch bei Doppelacht, der deshalb einen Drang zur Freiheit entwickelt.
Ihr merkt, es ist eine komplexe Geschichte, aber der Autor hat sich an keinem einzigen Punkt der Story verhaspelt. Alles ist klar und strukturiert aufgebaut und ich konnte allen Handlungssträngen sehr gut folgen.
Geholfen haben dabei vielleicht auch die etwas kürzeren Kapitel, die natürlich auch noch zusätzlich für Spannung gesorgt haben.

Besonders hat mir gefallen, dass der Autor manchmal mit Punkten einen Teil der Story unterbrochen hat…

 

…um ihn dann spannend an einem anderen wieder aufzunehmen. 😀
Ich mag einfach so kleine Spielereien.

Mir persönlich hat allerdings eine Weltkarte gefehlt, mit welcher ich die Wege und Länder der Protagonisten hätte verfolgen konnte. Aber wie so oft, jammern auf hohem Niveau, denn ansonsten kann ich nichts an der Geschichte aussetzen.

Das große Thema ist Freiheit und Ross MacKenzie hat das wirklich sehr gut in seine Geschichte verpackt.
Denn nicht nur Doppelacht strebt danach, nicht mehr nur jeden Tag dasselbe zu machen und keine eigenen Entscheidungen treffen zu können. Auch der böse Schattenjack sehnt sich eigentlich nur danach endlich wieder frei zu sein.
Natürlich ist die Verbindung zwischen allem Lara und auch sie strebt nach etwas Besserem als sie jetzt hat. Außerdem hinterfragt sie viele der Geschehnisse, zum Beispiel warum Hexen so von Grund auf ohne Frage gehasst werden. Allerdings merkt man dann auch wieder ihr Alter, denn dahinter schwebt auch eine gewisse Angst diese Gedanken laut auszusprechen und offen zu rebellieren.

„[…] Jede Revolution beginnt mit einem Flüstern, Mrs. Hester. Was, wenn das Flüstern Ihrer Magier ein Geschrei wird, das wir nicht zum Schweigen bringen können?“ (S. 30)

Zwischenzeitlich hatte ich den Gedanken, wie der Autor noch die Kurve bekommen möchte, ohne das Buch als Fortsetzung zu schreiben. Aber er hat das wirklich gut gemacht und auch das Ende nimmt seinen Platz ein und ist nicht zu schnell erzählt sondern alles geschieht zu seiner Zeit.

Das Ende selber ist wie gesagt sehr gut und gibt Grund zur Hoffnung.


Mein Fazit


Ein echt tolles Kinderbuch, dass mich sehr begeistern konnte, denn der Autor beschreibt eine interessante Fantasywelt mit vielen tollen Charakteren. Einzig eine Karte hätte vielleicht noch gefehlt, aber wenn das alles ist muss ich doch sagen, ist das als Kritik doch recht wenig. 😉
Wie gesagt, es gibt sonst keine große Kritik an dem Buch, denn es ist vom Stil auch sehr gut gestaltet und die Seiten flogen nur so dahin. Fantasyfans kann ich das Buch nur empfehlen!

Ich bedanke mich bei vorablesen und dem Gulliver Verlag für das Rezensionsexemplar. 
Diese Rezension spiegelt meine eigene Meinung wider und wurde in keinster Weise beeinflusst. 

Fakten zum Buch
Autor:
Ross MacKenzie
Titel: Immernacht
Originaltitel: Evernight
Übersetzung: Kanut Kirches
Verlag: Gulliver
Seitenzahl: 349
ISBN: 978-3-407-75485-1
Preis: 16,95€

 

 

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Tina

Liebe Diana,

das Cover ist mir auch schon aufgefallen. Es gefällt mir echt gut und macht neugierig. Jetzt klingt der Inhalt noch so toll und auch kindgerecht. Fantasy ist sowieso meins.
Dschinns, Hexen, Magier und ein kleines Mädchen scheinen eine gute Kombi zu sein.
Übrigens habe ich es mit dem namen Mrs. Hester. In vielen Büchern und Filmen erscheinen ähnliche Namen und das bleibt dann auch im Gedächtnis, frag mich aber bitte nicht warum.
Liebe Grüße
Tina