[King Projekt] Dead Zone – Das Attentat

So liebe Freunde, die Nachtschicht ist vorbei und wir starten Ausgeschlafen in die nächste Geschichte.

Auch Johnny hat lange geschlafen, denn er hat nach einem Autounfall 5 Jahre im Koma gelegen. Ich hoffe, so lange wart ihr nicht weg und vor allem geht es euch nicht wie Johnny.
Dieser Roman ist der Auftakt des sogenannten Castle-Rock-Zyklus, obwohl die Stadt um ehrlich zu sein nur am Rande erwähnt wird.

Das Buch

Wie schon gesagt, Johnny erwacht nach langer Zeit aus dem Koma. Schon vorher hatte er so eine Art Vorahnung, aber nachdem er wieder wach ist hat sich nicht nur die Welt verändert, sondern auch Johnny selber. Denn er kann bei Berührung von anderen Personen oder Gegenständen bestimmte Dinge sehen. Zum Beispiel was in der Zukunft passieren wird.
Was mir an dem Buch besonders gefallen hat ist das King den Leser seht gut in die Gefühlswelt von Johnny mitnimmt. Wie es für ihn ist nach 5 Jahren wieder aufzuwachen und feststellen zu müssen, dass seine damalige Freundin verheiratet ist und einen Sohn hat und das er auch wieder lernen muss zu gehen. All diese Dinge genügen schon um ihn in Depressionen zu stürzen und ich konnte das alles sehr gut nachvollziehen. Aber dazu kommen natürlich noch seine hellseherischen Fähigkeiten, die unkontrolliert auftauchen und ihn natürlich immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit stellen. Dabei möchte er nur wieder sein Leben in den Griff bekommen.
Was mich etwas gestört hat, war der deutsche Untertitel. Dieser lässt vermuten, dass es sich stark um das Attentat dreht, klar nimmt dieses besagte Attentat einen Teil des Buches ein, aber ich finde hier überwiegt doch die Dramatik um Johnny selber und wie er mit dem Verlust der Jahre zu kämpfen hat. Das Attentat ist wichtig, aber so um es als Untertitel zu nennen?
Ich finde nicht wirklich.
Ist aber jetzt auch nur jammern auf hohem Niveau. Denn ansonsten war das Buch wirklich klasse und ich mochte Johnny sehr gerne und habe mit ihm gelitten und die für ihn neue Welt kennen gelernt. Ein Buch, in dem King sein Repertoire an Können zeigt, finde ich.

Der Film

Grundsätzlich lässt sich storymäßig nicht so viel dagegen sagen, denn der Film wurde doch recht nah an dem Buch übernommen. Natürlich gibt es auch hier geringfügige Änderungen, aber das ist stellenweise wirklich okay, an anderen Stellen habe ich mich allerdings etwas gewundert warum da nicht die Dinge aus dem Roman genommen wurden. Zum Beispiel wenn Johnny im Buch sieht, dass sein Nachhilfeschüler zu einer Party gehen möchte, wo das Restaurant abbrennt, aber im Film ist daraus eine Kindereishockeymannschaft geworden die ins Eis einbricht.
Was mich allerdings am meisten gestört hat war, dass die Thematik des Verlustes der fünf Jahre nicht so wirklich rüber kommt. Und das ist wahrscheinlich auch irgendwie klar, denn die ganzen Gefühle sind einfach schwer in einen Film zu packen. Aber dadurch hat mich der Film etwas gelangweilt. Es ist einfach nur eine Aneinanderreihung von Geschehnissen finde ich. Johnny hat den Unfall, erwacht aus dem Koma, macht ein paar Vorhersagen und dann kommt das Attentat, Ende. Es passiert nichts wirklich Aufregendes.
Im Buch konnte ich mitfiebern mit Johnny und vor allem mitleiden, denn seine Empfindungen hat King sehr gut rüber gebracht und gingen mir echt Nahe, aber das fehlt einfach komplett im Film. Ich konnte da zu Johnny keine Verbindung aufbauen. Er war einfach ein Typ, der aus dem Koma aufwacht und eine besondere Fähigkeit entwickelt hat. Dem Film fehlte einfach die Spannung.

Abschließend muss ich hier ganz klar sagen, lest bitte das Buch! In dem Buch zeigt King einfach was er kann und ich wurde als Leserin einfach mit in die Gefühlswelt von Johnny gerissen, der irgendwie wieder zurechtkommen muss, nachdem ihm fünf Jahre „genommen“ wurden.
Den Film dazu kann ich leider gar nicht empfehlen, denn ich fand ihn schlicht und ergreifend nur langweilig.

Bleiben wir beim Tod (Dead Zone, ihr versteht 😉 ) und begeben uns beim nächsten Mal dann auf einen Todesmarsch. Mal sehen was uns auf diesem erwartet.

Liebe Grüße
Eure Diana

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Buchperlenblog
1 Monat zuvor

Liebe Diana!
Johnny Smith – den hab ich auch einfach nur gern gehabt. Dead Zone gefiel mir auch ziemlich gut, gerade weil – wie du selbst ja auch sagts – so viel Wert auf Johnnys Innenleben gelegt wird. Auch dass seine damalige Freundin sich schlussendlich ihrem eigenen Leben zugewandt hat, fand ich gut – wie oft wird sowas einfach nur romantisiert. Den Film kenn ich wieder einmal gar nicht, aber so wie du ihn beschreibst, ist das wohl auch der günstigere Umstand 😀

Viel Freude dir mit dem Todesmarsch, es ist und bleibt eines meiner absoluten LIEB.LINGS.BÜCH.ER. ♥

Nicole
1 Monat zuvor

Hallo Diana, ich habe das Buch erst dieses Jahr gelesen und war absolut begeistert! Für mich zählt es zu den weniger bekannten Werken von King und daher war ich von der genialen Story sogar überrascht. Mit dem deutschen Untertitel muss ich dir Recht geben. Melli und ich haben das Buch gemeinsam gelesen und haben uns die gleiche Frage gestellt. Es ergibt nicht wirklich Sinn, weil dieses Attentat eher Nebensache ist. Auf den Film werde ich verzichten. Das muss wohl nicht sein. Dann wünsche ich dir gute Unterhaltung, wenn du auf den “Todesmarsch” marschierst. Das Buch habe ich sogar schon zweimal… Weiterlesen »