Von Träumen und der Arbeit

Ein kleiner Blick hinter die Kulissen. Meiner Arbeit und meiner kleinen Träume. 😉

Ich habe ja schon das ein oder andere Mal über meinen Beruf geschrieben (okay, es ist länger her, aber es gibt Beiträge 😉 ) und versteht mich nicht falsch ich liebe es in der Bibliothek zu arbeiten.
Die Arbeit mit Büchern ist einfach toll und meine Kollegen sind allesamt nett (ja, ich übertreibe wirklich nicht 😉 ) und über den ein oder anderen mürrischen Kunden kann man ja mal hinwegsehen. Aber als ich auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle damals nach der Schule war, war das nicht unbedingt meine erste Berufswahl.

Mein damaliger Freund (heute mein Mann 😉 ) hat mich zwar in die Richtung gelenkt, denn er meinte, mach doch was mit Büchern, das macht dir doch Spaß und deshalb bin ich auch letztendlich in der Bibliothek gelandet, aber als ich meine Bewerbungen losschickte, war auch eine dabei, die in eine Buchbinderei ging.
Und was soll ich sagen, es war einfach toll dort!
Die Atmosphäre einfach und dann das herstellen / reparieren von Büchern, ein Traum.

Ich wurde dort herumgeführt und konnte mich gar nicht satt sehen an den tollen Gerätschaften. Es war eigentlich kein richtiges Bewerbungsgespräch, aber ich war direkt begeistert. Nur leider war das zu einer Zeit, in der ich noch extrem schüchtern war und kaum den Mund aufbekommen habe und so habe ich kaum Fragen gestellt oder Bemerkungen gemacht und bin einfach hinter dem Mitarbeiter hergetrottet. Das machte wohl auf diesen keinen so guten Eindruck (vielleicht eher einen gelangweilten?) denn kurze Zeit später bekam ich leider eine Absage.
Schade, denn ich hätte das wirklich gerne gelernt damals. Aber wer weiß wofür das gut war, denn nun habe ich meinen Traumberuf gefunden.

Und jetzt kommt die spannende und überraschende Wendung, ich darf jetzt auch Bücher leimen und reparieren.

Wie cool ist das denn bitteschön? 😉

Wenn bei uns in der Abteilung mal einem Buch die Seiten rausfallen, dann wird zwar erst geprüft, ob die Reparatur lohnt, aber wenn ja, landet es auf meinem Schreibtisch.
Und wenn sich ein kleiner Stapel angehäuft hat, schreite ich zur Tat. Ich lege mir alle Materialien, die ich benötige zurecht und widme mich dem kaputten Buch.
Ich schaue was ich tun kann und manchmal muss ich zuerst auch ein paar weitere Seiten rausnehmen, bevor ich mit dem eigentlichen leimen beginne.

Ich liebe diese ruhige Arbeit zwischendurch fernab der Hektik mit den Kunden. Es hat etwas meditatives, wie ich da sitze und den Büchern wieder zu weiteren Jahren in unserem Bestand verhelfe. (Vielleicht bin ich auch einfach nur von den Leimdämpfen benebelt 😀 )

Der Grund ist auf jeden Fall egal, denn ich mag es einfach ab und zu nur für mich zu arbeiten.

Und nach ein paar Tagen des Trocknens kann ich dann schauen, ob ich dem Buch geholfen habe und es wieder zur Ausleihe freigeben. 😉

Und nachdem ich dann eine Weile meine ruhige Arbeit verrichtet habe, kann ich wieder in den Trubel raus und den Lesern bei Fragen helfen. Oder was halt sonst gerade so ansteht. 🙂

Arbeitet ihr lieber für euch alleine oder kann es für euch nicht trubelig genug sein? Vielleicht ist es aber auch so wie bei mir und ihr mögt die Mischung?!
Ich freue mich über eure Kommentare. 🙂

Liebe Grüße
Eure Diana

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Anja Liem
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Liebe Diana,

ich würde glatt mal sagen, dass du den Jackpot geknackt hast. Am liebsten würde ich dir dabei einmal zusehen. Nur zusehen, um die Faszination voll und ganz auf mich wirken zu lassen. Zumindest das Arbeiten in einer Bibliothek wäre für mich aktuell ein Traum.

Viele buchige Grüße, Anja

Tina
Gast

Hallöchen Diana,

die Kombi machts bei dir – und dann noch alles mit Büchern!
Ich weiß nicht, ob es mein Traum wäre, obwohl Bücher viel Platz in meinem Leben einnehmen, arbeite ich im täglichen Tumult des Großraumbüros. Klingt schrecklich, ist es für mich aber meist nicht, da ich super Kollegen habe.

Liebe Grüße
Tina