[Aktion] Writing Friday: Hoffnung

Freitag ist Geschichtentag! 😀

Und das auch im Jahr 2019! 🙂
Denn Elizzy von readbooksandfallinlove, die diese Aktion ins Leben gerufen hat, macht auch 2019 mit ihrem Writing Friday weiter. Sie stellt dabei jeden Monat verschiedene Schreibthemen oder –aufgaben und man kann dann freitags seine Geschichte zu einem Thema veröffentlichen.
Leider habe ich bis jetzt nicht so regelmäßig und viel mitgemacht, wie ich eigentlich wollte. Aber ich verspreche Besserung und versuche öfter eine Geschichte zu schreiben.

Hier nochmal die Regeln im Überblick:

  • Jeden Freitag wird veröffentlicht
  • Wählt aus einem der vorgegeben Schreibthemen
  • Schreibt eine Geschichte / ein Gedicht / ein paar Zeilen – egal Hauptsache ihr übt euer kreatives Schreiben
  • Vergesst nicht den Hashtag #WritingFriday und den Header zu verwenden
  • Schaut unbedingt bei euren Schreibkameraden vorbei und lest euch die Geschichten durch!
  • Habt Spass und versucht voneinander zu lernen

Die Schreibthemen für August sind:

  • Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Der Regen brannte auf ihrer Haut, weil…” beginnt.
  • Schreibe aus der Sicht deiner Zimmerpflanze.
  • Erkläre deinem SuB wieso du keine Zeit für ihn hast.
  • Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter ein: Malkasten, Sonnenblumen, hungrig, Orange, Unglück
  • Du entwirfst Postkarten mit Lebensweisheiten darauf, was würde auf einer davon stehen? Lebst du danach?

Viel Spaß beim Lesen!

 

Hoffnung

Der Regen brannte auf ihrer Haut, weil sie nicht schnell genug einen Unterschlupf gesucht hatte. Seit der saure Regen auf die Erde fiel, konnte man nie wieder im Regen auf der Straße tanzen und die Tropfen auf der Haut genießen und das vermisste sie am meisten.

Aber heutzutage konnte man sich generell kaum noch auf der Straße aufhalten. Wenn es nicht gerade regnete, schien eine unerbittliche Sonne vom Himmel und verbrannte alles innerhalb von ein paar Sekunden.
Doch heute musste sie raus, sie musste sich mit Stephen treffen. Denn er wollte ihr was erzählen, er hatte von einem Stützpunkt gehört, wo es noch genug Wasser und zu Essen für alle gibt. Er hatte behauptet, dass das eine sichere Information ist. Und seien wir mal ehrlich, was sollte sie sonst tun?
Und einen Funken Hoffnung zulassen, ist doch das mindeste was man tun kann, oder?

Also hatte sie sich aus ihrem Versteck gewagt und machte sich auf den Weg zu Stephen.
Doch der Regen hatte sie überrascht und jetzt rannte sie so schnell sie konnte zum Ende der Straße, wo Stephens Unterschlupf war.
Sie klopfte an die Bretter, die er als Tür benutzt.

„Mach auf! Ich verbrenne hier!“

Als sich die Tür öffnete, schlüpfte sie schnell hinein und versuchte so viel wie möglich von dem giftigen Regen abzuschütteln.

„He, Vorsicht, sonst triffst du mich noch.“, beklagte sich Stephen bei ihr und wich zwei Schritte zurück. Sie hatte zwar ein Shirt mit langen Armen an, aber trotzdem überprüfte sie schnell ihre Arme ob die Haut noch in Ordnung war. Sah soweit gut aus.

„Ist schon gut, lass uns über deinen Plan reden.“, sagte Lisa ungeduldig und schob Stephen in den Raum hinein. Dort setzte er sich auf eine Art Sitzsack und fing an zu erzählen. Von Hopeful dem Ort an dem die Hoffnung noch lebte, denn es gab genügend Wasser und Essen für die Menschen dort.

„Ich finde wir sollten es versuchen. Schlechter als hier kann es uns ja wohl kaum ergehen und außerdem können wir dann behaupten, wir haben es versucht. Komm schon Lisa, wir packen zusammen und gehen morgen los.“

Sie überlegte. Klar, er hatte Recht, das Wasser wurde knapp und es gab auch kaum noch was zu essen, denn durch das Wetter sind die Pflanzen fast alle eingegangen und dadurch sterben auch die Tiere nach und nach. Auf lange Sicht gesehen, müssen sie beide die Stadt verlassen. Und wäre es dann nicht sinnvoller ein Ziel vor Augen zu haben?

„Aber wie möchtest du dahinkommen? Wir können uns kaum draußen aufhalten, vor allem nicht tagsüber und nachts wenn es regnet auch nicht. Außerdem gibt es kein Benzin mehr.“

„Darüber habe ich mir schon Gedanken gemacht, schau her.“ Stephen zog eine alte Karte aus der Tasche und breitete sie zwischen ihnen aus.

„Hier sind wir.“ Er zeigte auf die Stadt.
„Und hier ungefähr muss Hopeful liegen. Das sind vielleicht 550 km, wir würden also ungefähr 5 Tage dafür brauchen. Wir gehen nur nachts, damit wir nicht gebrutzelt werden und wenn es regnet benutzen wir die hier.“
Mit einem Grinsen zog er zwei Regenschirme hinter seinem Rücken hervor, aber es waren besondere Regenschirme, denn sie hatten statt Stoff, den der saure Regen sofort zerstört hätte, einen Metallschutz. Lisa staunte nicht schlecht.

„Wow, du hast dir wirklich viele Gedanken gemacht. Wie lange hast du gebraucht um die Schirme herzustellen?“ Lisa hatte ihm einen der Schirme aus der Hand genommen und betrachtete ihn jetzt genau.
Stephen zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung zwei oder drei Tage vielleicht? Ist ja auch egal. Lisa verstehst du denn nicht? Vielleicht können wir überleben. Wir packen so viel Wasser und Essen ein, wie wir tragen können und ziehen morgen oder spätestens übermorgen los. Wir sind noch nicht verloren.“

Sie konnte die Hoffnung in seinen Augen sehen. Er glaubte wirklich an diesen Ort und Lisa wollte auch daran glauben, aber so ganz gelang es ihr nicht. Und trotzdem nickte sie langsam und sagte: „Also gut, versuchen wir es. Es kann ja nur besser werden.“
Stephen lachte laut auf und fing direkt damit an Lisa zu erklären, was noch alles vor unserer Abreise zu tun wäre. Sie hörte nur mit einem Ohr zu, denn auch wenn sie keine große Hoffnung hatte Hopeful zu finden, Stephen hatte sie für beide.

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