Stalker von Louise Voss & Mark Edwards

Dieses Buch enthält viele Überraschungen.

Inhalt


Alex beginnt einen Schreibkurs bei der Schriftstellerin Siobhan McGowan. Er verliebt sich direkt in sie und beginnt mehr über sie herauszufinden und stellt ihr dann nach. Seine Obsession beginnt.


Meine Meinung


Das Cover gefällt mir wirklich gut. Es ist sehr einnehmend ohne überladen zu sein. Und diese grauen, gedeckten Farben wirken klasse im Kontrast mit den roten Blüten.

Durch die Wahl der Tagebuchform fühlt man sich einfach direkt angesprochen und so ist man auch direkt mitten drin in der Geschichte.
Nicht nur die Sicht von Siobhan lernen wir kennen, sondern auch Alex schreibt Tagebuch und erzählt uns alles aus seinem Blickwinkel. Und genau dieser Wechsel ist einfach wahnsinnig gut gelungen. Man lernt auf der einen Seite Siobhan näher kennen, die zuerst nur Kleinigkeiten feststellt und daher denkt, dass sie einfach nur schusselig ist. Sie ist das Opfer, das die Angst verkörpert und nach und nach feststellt was wirklich los ist.
Aber dann ist da noch Alex. Dessen Tonfall eher an kühle Gelassenheit grenzt und alles nicht als so furchtbar schlimm erachtet, denn schließlich liebt er sie und bald wird sie ihn auch lieben in seiner Vorstellung.
Und genau diese Wechsel sind gelungen und bauen eine gute Spannung im Buch auf.

Die Charaktere haben mir ganz gut gefallen. Siobhan wirkt am Anfang sehr verletzlich, aber vielleicht auch ein wenig naiv. Sie lässt sich sehr stark auf die Stalkergeschichte ein und findet irgendwie keinen Ausweg.
Alex hingegen ist ja eigentlich der Böse in der Geschichte, aber trotzdem hat man Phasen, wo man einfach nur Mitgefühl mit ihm haben muss. Denn durch die intime Art, das Tagebuch, erfährt man einfach so tiefgehendes über ihn und von ihm, dass das nicht ausbleibt.
Doch dann in der Mitte des Buches sinkt die Spannungskurve ein wenig und ich habe mich gefragt, worauf die Autoren hinauswollen. Das hatte mich kurzzeitig aus der Geschichte gerissen.
Jedoch lässt die erste überraschende Wendung nicht lange auf sich warten und man beginnt wieder von vorne atemlos durch die Geschichte zu hetzen.

Der Schreibstil ist sehr gut, was ich ja immer schwierig finde bei zwei Autoren. Aber er ist gut aufeinander abgestimmt und alles lässt sich flüssig lesen. Man merkt nicht, dass das Buch nicht nur von einem Autor geschrieben wurde.

Ich habe mich gefragt, ob die beiden sich die Rollen geteilt haben. Denn klar, sind die Schreibstile der Protagonisten anders. Ich hätte gerne etwas mehr über die Entstehung des Buches gewusst. Aber ich könnte mir das wirklich gut vorstellen, dass Louise Voss vielleicht Siobhan und Mark Edwards Alex Sicht geschrieben haben.

Das Ende wartet dann wieder mit einer sehr überraschenden Wendung auf und ist wirklich klasse. Es geht zwar nicht alles zu 100% gut aus, aber trotzdem ist es stimmig und einfach nur passend zur ganzen Geschichte.


Mein Fazit


Als ich das Buch begonnen habe, dachte ich an eine spannende (aber normale) Stalkergeschichte, aber die Entwicklungen im Roman haben mich teilweise vollkommen überrascht und waren einfach nur genial. In der Mitte sind zwar einige langatmige Stellen, aber ansonsten war das Buch sehr gut.

Ich bedanke mich beim Bloggerportal und dem btb-Verlag für das Rezensionsexemplar.


Lieblingszitat
“Meiner Meinung nach müssen Pärchen unterschiedliche Dinge wollen. Das Leben wäre schrecklich, wenn Pärchen immer im Partnerlook herumliefen, dasselbe von der Speisekarte bestellten, jedes Jahr bis zu ihrem Lebensende zum selben Urlaubsort reisten, weil es ihnen beiden dort so gut gefiel.” (S. 49)

Fakten zum Buch
Autor: Louise Voss und Mark Edwards
Titel: Stalker
Originaltitel: Killing cupid
Übersetzung: Beate Brammertz
Verlag: btb
Seitenzahl: 411
ISBN: 978-3-442-74571-5
Preis: 9,99 €

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3 thoughts on “Stalker von Louise Voss & Mark Edwards”

  1. So ganz hast du mich icht überzeugt, da es bezüglich der Längen etwas nach “YOU – Du wirst mich lieben” klingt, wobei du beidiesem Buch Überraschungsmomente hast. Das erwähnte Buch hatte mir gefallen, aber nicht begeistert und ich weiß nicht ob es mir mit “Stalker” ähnlich ergehen würde … Hmmm …

    1. You – Du wirst mich lieben kenne ich leider nicht, sonst könnte ich dir einen Vergleich geben. Aber die Längen sind zum Glück nur einige Seiten lang und dann kommt die erste große Überraschung. 😉
      Vielleicht hast du ja irgendwann Lust Stalker zu lesen. Lass es dir mal durch den Kopf gehen. 😀

  2. Pingback: Mein Januar

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