Leseliste – Hilfe oder Fluch?

Heute möchte ich mal reflektieren, ob mir meine Leseliste hilft oder nicht.

Im November habe ich mal angefangen, mir für den Monat eine kleine Leseliste von drei bis fünf Büchern vorzunehmen.
Da fängt es aber auch schon an, denn eigentlich wollte ich nur drei Bücher auf die Liste setzen um mich nicht unter Druck zu setzen, aber da ich die Liste auf dem Vormonat nicht unbedingt geschafft habe, habe ich sie dann in den neuen Monat mitgenommen und dazu kamen dann auch noch das ein oder andere Buch.
Und wenn ich ehrlich darüber nachdenke, weiß ich nicht ob ich sie gut oder schlecht finden soll.

CONTRA

Obwohl ich natürlich nicht ins Schwitzen gerate wenn ich die Leseliste in einem Monat nicht geschafft habe, war ich doch schon sehr darauf bedacht die Bücher von der Liste zuerst zu lesen, bevor ich zu einem anderen Buch greife. Und was ich letzten Monat vielleicht noch unbedingt lesen wollte, hatte im nächsten Monat vielleicht nicht mehr so einen großen Reiz, weil ich gerade Lust auf ein anderes Genre bzw. Thema hatte.
Denn das ändert sich ja von Zeit und Zeit und ich bin froh, dass in meinen Regalen eigentlich immer was zu finden ich, worauf ich Lust habe. Und sollte das mal nicht so sein, kann ich immer noch Bücher von der Arbeit ausleihen. 😉

Außerdem hat mich ein bisschen gestört, dass ich die Bücher von der Liste länger mit mir rumschleppe und es nicht in einem Monat geschafft habe, weil irgendwas dazwischen kam oder ich doch nicht so viel Zeit zum Lesen hatte wie gedacht. Und das stört meinen Ehrgeiz ungemein. Denn wenn ich mir was vornehme möchte ich es auch wenn möglich schaffen, aber das war leider nicht immer der Fall.
Ich hatte halt immer ein halbes Auge auf meiner Leseliste und das hat mir etwas die Freude an der freien Wahl meines nächsten Buches genommen.

Kurz zusammengefasst:

–       Ich bin zu festgelegt.

–       Ich schaffe nicht immer die vorgenommen Bücher in einem Monat und das nervt ungemein.

PRO

Es macht auf jeden Fall unglaublich Spaß in meinen Regalen nach Büchern zu suchen, auf die ich gerade wahnsinnig Lust habe und diese dann als Stapel zu fotografieren und auf meine Leseliste für den nächsten Monat zu setzen.
Denn so habe ich doch das ein oder andere Buch gelesen, das schon länger auf meinem SuB lag. Obwohl aber auch Bücher auf meiner Leseliste gelandet sind, die ich eh lesen musste, da sie z.B. Rezensionsexemplare waren. Ich bin halt praktisch veranlagt. ;D

Ich mag es zwar wie oben erwähnt frei zu wählen welches Buch ich lesen mag, aber wenn man so einen kleinen Plan hat ist auch klasse. Falls man mal eine Phase hat und keine große Lust zwischen den Büchern zu wählen, hat man da immer noch die Leseliste, die einem bei der Entscheidung hilft. Und zur Not startet man eine Twitter-Umfrage mit den Büchern auf dieser und lässt sich die Entscheidung ganz abnehmen. 😉

Kurz zusammengefasst:

–       Das Aussuchen und erstellen macht sehr viel Spaß.

–       Ich lese auch mal wieder Bücher, die länger auf meinem SuB liegen.

–       Bei Unlust, habe ich immer noch eine kleine Entscheidungshilfe.

FAZIT

Es gibt also zusammengenommen nur einen mageren kleinen Punkt mehr auf der Pro-Liste. Aber ich werde wohl eh erstmal eine Zeit aussetzen mit meiner Leseliste, weil ich bei Jannas und Kerstins #dasSuBabc mitmache (hier ist mein Beitrag und einige Infos dazu) und ich da ja Bücher von meinem SuB auf der Liste habe. Und die Leseliste deshalb etwas hinfällig wird, denn da ging es mir ja auch darum mal ältere Bücher vom SuB zu befreien.

Meine jetzige Liste von vier Büchern habe ich schon in die Aktion übertragen und dann im April werde ich nochmal überdenken ob ich diese weiterführe oder doch lieber wieder spontan ans Regal gehe und mir ein Buch raussuche. 🙂


Habt ihr eine Leseliste? Und wenn ja, wie kommt ihr damit zurecht? Schafft ihr die Bücher immer alle zu lesen?

Liebe Grüße
Eure Diana

Loading Likes...

17 thoughts on “Leseliste – Hilfe oder Fluch?”

  1. Hallo Diana,

    Ich selbst benutze auch eine Leseliste,allerdings keine monatliche sondern eine dauerhafte. Bis auf ein paar wenige “Joker” stehen dort alle meine Bücher drauf. Dadurch habe ich irgendwie keinen Druck eine bestimmte Anzahl von Büchern in einem bestimmten Zeitraum zu lesen. Die Liste soll mir nur dazu dienen die Bücher, die schon ewig bei mir liegen endlich zu lesen und nicht immer zuerst zu dem Buch zu greifen das zuletzt gekauft wurde. Mein erstes Jahr ist schon vorbei und ich bin wirklich zufrieden!

    Liebe Grüße,
    Pia

    1. Hallo,
      ich glaube, das würde bei mir nicht funktionieren. Da meine Leseliste dann einfach zu lang wäre. Aber wenn das bei dir gut klappt ist das ja toll. Aber das stimmt, ich greife auch häufig eher zu den Büchern die relativ neu im Regal stehen, wahrscheinlich weil sie präsenter sind. Deshalb ist wohl doch so einen kleine Leseliste recht gut. Mal sehen ob ich damit weitermache. 🙂
      Liebe Grüße
      Diana

  2. Grundsätzlich finde ich mich durch Listen und Vorgaben immer viel zu festgelegt und eingeschränkt und fürchte, etwas lesen zu “müssen”, wonach mir gerade nicht ist. Deshalb gestalte ich solche Listen auch eher als “Empfehlungen”, über die ich mich jederzeit hinwegsetzen kann, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. So klappt es eigentlich ganz gut und ich hoffe, dass ich durch kleine “Quartals-Stapel”, die ich mir für 2018 gemacht habe und die noch viel Luft für Spontanitäten lassen, auch meinen SUB ein bisschen abbauen kann.
    Hab einen schönen Sonntag.
    LG Gabi

    1. Hallo,
      das klingt ja wirklich gut, das mit den Quartals-Stapel. Vielleicht probiere ich das auch mal aus. Dann ist man nicht in einem Monat so festgelegt, sondern hat länger Zeit, die Bücher auf der Leselist zu lesen. Du hast mich da auf eine gute Idee gebracht. 🙂
      Denn meinen SuB abbauen möchte ich auch schon etwas.
      Liebe Grüße
      Diana

  3. Pingback: Mein Januar
  4. Hey Diana,
    ich habe mich auch schon mehrmals an einer Leseliste versucht und bin immer kläglich gescheitert. Ich habe einfach immer Lust auf was anderes und nur weil ich heute Buch X als nächstes lesen will, mus das morgen nicht stimmen.

    Liebe Grüße
    Lilly

    1. Hallo,
      ja, so geht es mir auch. Ich versuche zwar die Leseliste “abzuarbeiten”, aber letztendlich, wenn ich gerade Lust auf ein anderes Buch habe, greife ich doch eher zu dem. Ich kann dich da voll verstehen. 🙂
      Liebe Grüße

  5. Hey 🙂
    Für mich persönlich sind Leselisten absolut nichts. Ich habe es ein paar Mal probiert, aber mir hat sie tatsächlich sämtlichen Spaß an den Büchern genommen, auch wenn ich weiß, dass ich mich nicht an die Liste halten muss. Für mich funktioniert es einfach besser, wenn ich spontan ins Regal greife und das lese, worauf ich gerade Lust habe, ohne irgendeine Leseliste im Kopf zu haben.

    Liebe Grüße
    Isabell

    1. Hallo Isabell,
      das kann ich sehr gut nachvollziehen. 🙂
      Aber wenn man mal absolut ratlos ist was man als nächstes Lesen soll, ist so eine Leseliste eine kleine gute Sache. 😀
      Liebe Grüße

  6. Liebe Diana,
    ich habe meistens im Sommer eine Leseliste, weil ich da immer sehr lange im Urlaub bin. Dieses Jahr hatte ich mehr als 20 Bücher mit, unterschiedliche Geschichten und Genre und mir dann immer eines nach meinem belieben genommen und nur eines am Ende nicht geschafft, haha.
    Wenn ich mir jetzt eine Leseliste machen würde, dann wäre sie noch immer sehr lang, weil da Bücher drauf sind die ich sehr gerne Lesen würde, aber ich weiß einfach das ich es nicht bis zum Ende schaffen werde, deshalb mache ich mir da keinen Druck.
    Alles Liebe,
    Julia von https://thebookdynasty.de
    #litnetzwerk

    1. Hallo Julia,
      eine temporäre Leseliste ist auch eine gute Idee. 🙂
      Aber ich habe meine ja jetzt auf drei Monate verteilt und eigentlich sind da nur so viele Bücher drauf, sodass ich sei theoretisch schaffen könnte. Aber wie manchmal das Leben ist, schaffe ich sie nicht immer. Aber Druck mache ich mir da auch nicht, ob die Bücher jetzt so im Regal stehen und gelesen werde wollen oder auf einer Leseliste. Sie sind ja da. ;D
      Liebe Grüße

  7. Ich habe mich immer sehr gegen eine Leseliste gewehrt, aber mittlerweile habe ich eine kleine Mini-Liste. Ich stehe sonst immer vorm SuB-Regal und weiß nicht, was ich lesen soll. So kann ich wenigstens erst mal meine Liste “abarbeiten” und aus dieser kleinen Auswahl auswählen.
    Da ich diese kleine Liste aber immer schaffe im Monat kann ich danach lesen, was ich möchte. Aber dann kann ich mich meistens nicht entscheiden, was ich lesen will. Hihi. Es ist ein Teufelskreis. 😀

    Hab einen tollen Sonntag!

    1. Hallo Steffi,
      oh ja, das kann ich voll nachvollziehen. Deshalb hatte ich auch mit einer Leseliste begonnen. 😉
      Aber manchmal schaffe ich die Bücher dann doch nicht, aber mittlerweile finde ich das gar nicht mehr schlimm und lasse sie dann einfach für das nächste Mal liegen, wenn ich mal wieder keine Ahnung habe was ich lesen möchte. 😀
      Liebe Grüße

  8. Mir geht es genauso wie dir. Ich liebe es, mir zu überlegen, welche Bücher ich in der nächsten Zeit lesen möchte und normalerweise ändert sich meine Lust auf ein Buch zum Glück nicht so schnell. Wenn ich nicht alle schaffe, finde ich das auch immer schade, aber meine Taktik ist einfach, weniger Bücher festzulegen als ich normalerweise lesen kann. Dann bleibt immer noch etwas Puffer und ich kann auch mal ein Buch ungeplant dazwischenschieben und habe immer noch Zeit, alle geplanten zu lesen. Dadurch nimmt das ziemlich den Druck raus. 🙂

    1. Ja, da hast du recht. 🙂
      Bei mir ist es leider nur manchmal so, dass ich mehr ungeplante Bücher habe und dann doch keine Zeit die Bücher von der Leseliste zu lesen. 😀

  9. Hallo Diana,

    ich habe noch nie eine Leseliste benutzt. Es funktioniert einfach nicht, da ich stark nach Stimmung entscheide, welches Buch ich als nächstes lesen werde. Wenn ich ein Buch beende weiß ich nicht,was als nächstes kommt. Außerdem möchte ich mir keinen Druck machen.

    LG
    Elisa #litnetzwerk

    1. Hallo Elisa,
      das kann ich verstehen. Ich mag es wie gesagt ja sehr gerne zu planen was ich wonach lesen werde, deshalb klappt es einigermaßen gut bei mir. Aber klar, stimmungsmäßig kann man beim Erstellen eher Lust auf einen Thriller haben und dann letztendlich doch lieber was anderes lesen wollen. 🙂
      Liebe Grüße

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.