Meine Lesekindheit

Heute wird es mal etwas nostalgisch. 😉

Ich möchte heute mal ein bisschen darüber mit euch reden, wie denn so meine Lesekindheit war. Was mich so geprägt hat und vor allem wer.

Wenn ich so zurück denke, sind Bücher immer ein großer Bestandteil in meinem Leben gewesen und „Schuld“ daran ist meine Mama. Sie ist mit meiner Schwester und mir schon früh in unsere örtliche Bücherei gegangen und dort haben wir nach Herzenslust Bücher mitnehmen können.
Und das taten wir auch.

Das wohl erste Buch, das mich besonders geprägt hat war Der Maulwurf, der wissen wollte wer ihm auf den Kopf gemacht hat. Ich weiß, dass wir dieses Buch auch im Kindergarten hatten und ich war verrückt nach dem Buch. Es hat zwar jetzt wohl nicht so den großen pädagogischen Wert, aber ich liebe diese wundervoll gezeichnete, lustige Geschichte einfach. Und dann hatte mir eines Tages mein Mann das Bilderbuch als Minibuch in einen selbstgemachten Adventskalender gesteckt. Ich war der glücklichste Mensch der Welt. 😀

Jetzt ist es in Krümels Bücherregal gewandert und auch er mag die Geschichte, obwohl er sie nicht so vergöttert wie ich. Aber das ist okay, er soll ja eigene Leseerfahrungen machen. 😉

Als dann die Schulzeit immer näher rückte habe ich mich wahnsinnig darauf gefreut, denn nun sollte ich endlich alleine lesen lernen. Und ich habe mich mit Feuereifer rein gestürzt. Ich wollte nicht mehr vorgelesen bekommen, sondern endlich die Bücher alleine für mich entdecken können. Obwohl ich es auch heute noch mag wenn ich auch mal vorgelesen bekomme. Einfach das Zuhören ist auch mal angenehm. Zum Glück gibt es Hörbücher, denn meinen Mann bekomme ich doch nicht dazu mir vorzulesen. 😉

Aber für mich als 6-jährige gab es nichts Tolleres als Lesen zu lernen. Und seitdem habe ich jede Menge Bücher verschlungen.
Ich erinnere mich noch daran, dass unsere Bibliothekarin eines Tages den Stapel Bücher, den wir ausgeliehen hatten bestaunte und zu mir sagte: „Da kann dir die Mama aber viel vorlesen.“ Und ich ganz empört antwortete: „Die lese ich alleine!“

Meine Lesekindheit ist durch viele tolle Bücher geprägt, aber am meisten in Erinnerung geblieben sind mir unter anderem Die wilden Hühner von Cornelia Funke und natürlich meine heißgeliebte Gänsehaut Reihe von R.L. Stine (hier kommt ihr zu einem Beitrag dazu). Diese beiden Reihen habe ich rauf und runter gelesen und ich glaube sie waren ständig ausgeliehen von mir. 😉 Die wilden Hühner haben mich sehr geprägt, denn ich fand es so toll, dass sie eine Bande waren und Abenteuer erlebt haben und sie waren so mutig. Die zählten zwar als Mädchenbücher, aber trotzdem waren sie so anders als die anderen und sie vermitteln einfach ein schönes Bild wie man sein kann. 🙂

Damals habe ich noch recht wenige Bücher gekauft (mein Taschengeld war ja auch noch nicht so üppig 😉 ), aber das ein oder andere Buch wanderte dann doch schon in mein Regal. Z.B. diese beiden hier, die ich auch über alles Liebe und nie hergeben würde. Tabaluga von Helme Heine und Das kleine Gespenst von Otfried Preußler. Ich weiß nicht wie oft ich diese Bücher gelesen habe und als ich Helme Heine dann mal auf der Buchmesse traf und er mir einen Tabaluga hineinzeichnete, war mein Glück perfekt. Sowas kann glaub ich nur ein Buchmensch verstehen.

Ziemlich früh habe ich dann aber auch schon mit Erwachsenenliteratur begonnen (natürlich hatte meine Mama immer ein Auge darauf) und so begegnete ich zum ersten Mal Stephen King. Und was soll ich sagen, ich bin hängen geblieben. (Näheres dazu könnte ihr gerne hier nachlesen) Aber ich bin nicht nur an diesem genialen Autor hängen geblieben, sondern auch an dem Horror- und Thrillergenre, dass ich am liebsten lese.

Meine Besuche in der Bücherei wurden zu dem Zeitpunkt weniger, aber dafür begann meine Sammlung zu Hause zu wachsen. Jetzt sitze ich in meinem eigenen kleinen Bücherzimmer und erfreue mich jeden Tag an meinen Lieblingen in den Regalen. Aber auch meine Besuche in der Bibliothek sind wieder häufiger, denn ich gehe fast jeden Tag dahin. Ich habe nämlich die Ausbildung in unserer kleinen örtlichen Bücherei gemacht und arbeite nun in der großen Nachbarstadt in der Zentralbibliothek. Und so habe ich meine Leidenschaft zum Beruf gemacht und ich liebe es einfach meine Zeit mit Büchern zu verbringen. (Über meine Arbeit könnt ihr hier was nachlesen)

Und jetzt wo mein kleiner Krümel da ist, kann ich meine Begeisterung für Bilderbücher mit ihm teilen, denn er ist zum Glück so eine Leseratte wie die Mama. Und vielleicht kann ich irgendwann das ein oder andere Kinder- bzw. Jugendbuch an ihn weitergeben.

Welche Bücher sind euch aus eurer Kindheit hängen geblieben?

Liebe Grüße
Eure Diana

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Buchperlenblog
4 Monate zuvor

Liebe Diana! Ach was für ein wunderschöner Beitrag ♥ Ich liebe es, in den vergangenen Kindertagen zu schwelgen, ganz egal ob es meine waren oder die von anderen. Und siehe da, da war die Gänsehaut-Reihe auch wieder ganz präsent. Auch King hab ich im relativ jungen Alter für mich entdeckt, ähnlich wie du. Ich erinnere mich an Campingwochen mit den Großeltern, viel Wald und Friedhof der Kuscheltiere – selten hab ich mich so köstlich gegruselt wie damals. Wenn ich weiter zurück denke, fallen mir auch einige Bücher von Enid Blyton ein, die ich gern gelesen habe und die in meiner… Weiterlesen »

Jenny
3 Monate zuvor

Ein super schöner Beitrag 😍
Für mich waren es auch die Gänsehaut Bücher, Animorphs, die Schattenflügeltrilogie und die Redwall Reihe 😍 geliebt habe ich auch schon damals Michael Ende mit Momo und Die unendliche Geschichte und wie du hab ich die Bücherei hier regelmäßig geplündert 😂 wer weiß, vielleicht waren die Gänsehaut Bücher die ich lesen wollte gerade bei dir? :*

Liebste Grüße!

Isa
Isa
2 Monate zuvor

Deine Lesekindheit unterscheidet sich ganz extrem von meiner eigenen. Während du von Beginn an eine Leseratte warst, tat ich mir relativ schwer – die wenigsten Bücher konnten mich so fesseln, dass ich sie tatsächlich zu Ende gelesen habe. Umso schöner ist es jedoch zu sehen, dass wir letztendlich am selben Standpunkt herausgekommen sind, denn irgendwann entdeckte auch ich meine Liebe zu den Büchern und würde sie heute wohl nur ungern missen.
Ich finde es sehr faszinierend, wie unterschiedlich sich Lesegewohnheiten entwickeln und was daraus entstehen kann. Danke dir, für deinen schönen Beitrag :).

Liebe Grüße
Isa

Elizzy
2 Monate zuvor

Liebe Diana, das ist ein wundervoller Beitrag! Vielen Dank für den Einblick in deine Kindheit 😀 mir ist besonders Ronja Räubertochter, Die Stadt der Träumenden Bücher, Die unendliche Geschichte und natürlich Harry Potter in Erinnerung geblieben. <3

Yvonne
2 Monate zuvor

Liebe Diana,
ein sehr schöner Beitrag, da kommen wirklich Erinnerungen auf. Ich habe auch erst vor kurzem mein altes Kinderzimmer ausgeräumt und dabei einige meiner Bücherschätze von damals wiedergefunden. Ich bin ganz klassisch vor allem mit Astrid Lindgren und Erich Kästner aufgewachsen. Dabei hat es mir Ronja Räubertochter besonders angetan. Aber auch die Geschichten der Kinder aus Bullerbü sind mir alle noch sehr genau in Erinnerung.
Viele Grüße,
Yvonne von lauschige-lesezeit.de

Andrea
2 Monate zuvor

Hey 🙂 ein wirklich toller Beitrag <3 ich habe als Kind nicht sehr viel gelesen, weil mich die Bücher einfach nicht so interessiert haben. Ich habe die Bücher in der Schule gelesen, wie die Vorstadtkrokodile oder Ben liebt Anna, mehr aber nicht. Freiwllig schon gar nicht. Das kleine Gespenst habe ich – zuerst gezwungen, dann doch mehr oder weniger freiwillig – mit meiner Mama gelesen, weil ich in der dritten Klasse im Vorlesen schlecht war und wir darin sehr streng benotet wurden. Dennoch habe ich zu dem Buch dadurch eine sehr besondere Verbindung und es steht heute wieder in genau… Weiterlesen »