Lesung mit Patrícia Melo – Der Nachbar

Was würdest du tun, wenn dir dein Nachbar ständig auf die Nerven geht?

Ich würde die Tür zu machen und ihn ignorieren. Was mir auch leicht fallen mag, weil ich in einem Haus wohne und keinen Nachbarn über mir wohnen habe, der mir so auf die Nerven gehen kann.
Aber ich möchte jetzt nicht über eure nervigen oder nicht nervigen Nachbarn reden, sondern von der Lesung mit Patrícia Melo erzählen.

Wie komme ich denn auf den Nachbarn? Natürlich durch ihr neues Buch, dass auf dem Literaturschiff gelesen wurde und wo ich Ende März mit meiner Mama war.

Dort geht es um einen Lehrer, der sich von seinem Nachbarn sehr gestört fühlt und sogar so weit geht, dass er bei ihm einbricht. Und dann geschehen natürlich noch viel schlimmere Dinge. Aber so genau, möchte ich jetzt hier nicht auf das Buch eingehen, denn ich habe es bis jetzt auch noch nicht selber gelesen und kann deshalb nur das sagen, was ich selber vom Klappentext weiß. 😉

Nun zurück zu dem Abend selber.

Da ich dieses Buch schon länger im Auge hatte, war für mich klar, dass ich es mir kaufen werde. Deshalb war mein erster Gang, nachdem wir das Schiff betreten haben, der Weg zum Büchertisch. Ich war etwas erstaunt über die Kürze des Buches und dachte mir, dass wohl nicht allzu viel daraus vorgelesen kann, sonst weiß man ja alles. Und so war es dann auch.

Patrícia Melo ist Brasilianerin und da ich kein portugiesisch verstehe, war ich die ganze Zeit auf die Übersetzung von Barbara Mesquita angewiesen. Die das wirklich sehr gut gemacht hat mir der Übersetzung. Respekt dafür, dass sie so problemlos zwischen den beiden Sprachen switchen konnte. Allerdings muss ich sagen, dass sie mir etwas zu sehr auf ihren geplanten Ablauf fixiert war und viel an ihren Moderationskarten hing. Ich würde fast sagen, dass sie sich an diese klammerte. Das hätte den Abend vielleicht etwas langweiliger gestaltet, wäre da nicht Richy Müller gewesen. Er hat den deutschen Text von Der Nachbar gelesen und hat diesen Abend auf jeden Fall bereichert. Nicht nur das er sehr gut gelesen hat, er brachte auch ab und zu etwas Witz in die Veranstaltung und beinahe riss er sogar das Ruder ganz an sich. Der Lesung natürlich, nicht des Schiffes. 😉
Das lockerte alles natürlich ungemein auf und ich glaube, ohne ihn wäre ich etwas enttäuscht vom Schiff gestiegen.
Wobei die Autorin selbstverständlich auch ein Highlight war. Sie war sehr sympathisch und humorvoll. Aber wie schon erwähnt, konnte ich sie ohne Übersetzung nicht verstehen, aber trotzdem hat man ihr den Spaß an der Lesung angemerkt.

Ein Autogramm habe ich mir diesmal allerdings nicht geholt, aber einfach aus dem Grund, weil ich total müde war und die Schlange mir dann doch was zu lang.

Ganz kurz zur Location, das Literaturschiff ist immer wieder ein toller Ort für Lesungen, denn man kann sich die vorbeiziehende Landschaft anschauen, während man einem guten Buch lauscht. Was will man mehr?
Nun freue ich mich auf das Buch Der Nachbar und bin gespannt, wann ich wieder auf einer Lesung unterwegs sein werde.

Habt ihr das Buch schon gelesen? Schreibt mir gerne in den Kommentaren, auch wenn ihr das Buch nicht kennt. 😉

Liebe Grüße
Eure Diana

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Elizzy
Gast

Das hört sich so toll an! Da kriege ich direkt Lust auch eine Lesung zu besuchen! <3

Pink Anemone
Gast

“…und beinahe riss er sogar das Ruder ganz an sich. Der Lesung natürlich, nicht des Schiffes.” Ich musste da gerade sooo lachen XDDD Klingt aber wirklich toll und das Buch wirklich interessant und..ja..so nen bissl böse. Also im Grunde genau das Richtige für mich *gnihihihi*. Ich warte aber erstmal Deine Rezi ab. Also auf diese Art von Lesung würde ich auch gerne gehen. Lesung auf einem Schiff – das ist nämlich mal etwas völlig anderes. Obwohl, ich war ja eigentlich noch auf überhaupt keiner Lesung und kann somit gar keine Vergleiche ziehen. Liegt aber daran, dass ich große Menschenansammlungen so… Weiterlesen »

Janna | KeJas-BlogBuch
Gast

Literaturschiff *-*

Schade das es für die bedingt durch Übersetzung und nicht Portugiesisch sprechen etwas anstrengend war – ich finde wenn die Übersetzer*innen/Dolmetcher*innen Leben hineinbringen, dann wiegt es das vorherige nicht verstehen auf (=

Wann willst du den Nachbarn denn lesen? Hab das buch ja auch noch hier (=

Mukkelige Grüße :-*

PS: in unserem Mai-Rückblick verlinke ich deinen Beitrag ganz frech <3