Der Outsider von Stephen King

Ein guter King Roman, der wirklich nichts für schwache Nerven ist.

Inhalt


Frank Peterson, ein Junge aus der Stadt, wurde auf sehr brutale Weise ermordet. Alles deutet auf Terry hin, den Trainer der Jugendbaseballmannschaft dort. Detective Ralph Anderson lässt ihn in aller Öffentlichkeit verhaften, aber Coach Terry hat ein Alibi. Ein handfestes.


Meine Meinung


Das Cover ist jetzt nicht so direkt meins, aber wenn man es im Zusammenhang mit der Geschichte stellt, auf jeden Fall passend.

Der Einstieg hat mir sofort gefallen. Die Art, wie Stephen King an die Sache ran geht. Auf der einen Seite die öffentliche Verhaftung von Terry, im Wechsel mit den Verhören der Zeugen bei der Polizei. Man bekommt direkt einen Einblick in die Ermittlungsarbeit und kann nachvollziehen warum Anderson so gehandelt hat.
Natürlich ist dem Leser aber auch von Anfang an klar, dass es nicht so einfach sein kann. Sonst wäre es ja kein King-Roman. 😉
Und so baut sich auch für den Detective immer mehr eine Geschichte auf, die nicht so klar auf der Hand liegt, wie zunächst gedacht. Und das macht dann die Spannung aus, finde ich. Außerdem begegnet man im Laufe des Buches noch alten Bekannten wieder. 😀
Mich fasziniert das ja immer, wie er seine verschiedenen Charaktere sogar über die verschiedenen Bücher hinweg miteinander verbindet.

Die Schreibweise ist in bewährter King-Manier. Er nimmt einfach kein Blatt vor den Mund und so ist dieses Buch nichts für schwache Nerven. Jedes noch so kleine Detail, angefangen mit dem Mord an Frank Peterson, wird ausführliche beschrieben und erklärt. Und so kann es manchmal auch schon ein wenig schockierend werden.

Was ich immer besonders an Kings Art mag, ist das er immer so kleine Informationen mit einschiebt. Meistens geschieht das in Klammern und man bekommt als Leser das Gefühl eine ganz besondere Info zu erhalten (die nur für einen selbst bestimmt ist).

Der Roman baut sich spannend auf und das mysteriöse tut sein Übriges dazu. Allerdings dauert es dann doch länger bis es wirklich zu actionreichen Handlungen kommt. Vorher wird sehr viel ermittelt und geredet. Das war zwar meiner Ansicht auch interessant und ich war sehr gespannt auf die Auflösung, aber erst gegen Ende beginnt dann die eigentliche Jagd nach dem Mörder.
Und da sich das dann doch erst im letzten Abschnitt des Buches abspielt, ist diese Jagd, die actionreiche Spannung, dann auch schnell vorbei und das Buch beendet.
Das fand ich dann doch etwas schade, obwohl ich jetzt keine Sekunde von dem Buch gelangweilt war. Im Gegenteil, es war sehr gut geschrieben und ich wurde gut unterhalten. Aber vielleicht hätte man dann doch früher mit allem beginnen können.


Mein Fazit


Ein Buch, das sich nahtlos in die King-Romane einreiht. Von der Art und Weise, wie das Buch geschrieben wurde enthält es natürlich keine großen Überraschungen, aber ich lese Stephen King einfach gerne und wurde so gut unterhalten. Die Story fand ich auch spannend, obwohl die Action ruhig schon etwas früher hätte starten können. Aber wer Stephen King mag, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

Ich bedanke mich beim Bloggerportal und dem Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar.

Weiter Meinungen findet ihr hier


Lieblingszitat
“[…] Wenn man die Vergangenheit nicht loslassen kann, fressen einen die Fehler die man gemacht hat, bei lebendigem Leib auf.” (S. 735)

Fakten zum Buch
Autor: Stephen King
Titel: Der Outsider
Originaltitel: The Outsider
Übersetzung: Bernhard Kleinschmidt
Verlag: Heyne
Seitenzahl: 747
ISBN: 978-3-453-27184-5
Preis: 26,00 €

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2 thoughts on “Der Outsider von Stephen King”

  1. What, ich liebe das Cover 😀

    Ich habe das Hörbuch geliebt, aber ich glaube Kings Geschichten in Buchform wären mir zu langatmig … Zum hören und mit Nathan jedoch top.

    Ich fand es gut das Action nicht im Übermaß zu finden ist, mag das Stilmittel nicht (egal ob Thriller oder andere Genres), da muss es schon wirklich seeeehr gut zur Story passen. Aber darum geht es bei King ja auch nicht, vielmehr geht es bei ihm um den Weg zum Ziel, zur Lösung – eines der Punkte, die ich an seinen Geschichten sehr mag und schätze.

    Liebst,
    Janna

    1. Ich gebe zu, Nathan hat eine echt tolle Stimme und ab und zu höre ich mir dann auch mal eine King’sche Geschichte von ihm gelesen an. Aber ich greife einfach doch etwas lieber zum Buch als zum Hörbuch. 😉
      Klar ist der Weg zum Ziel immer sehr wichtig und auch interessant, ich mochte das Buch ja trotzdem sehr gerne. Aber King kann ja auch anders und hier hätte ich mir vielleicht ein wenig mehr Action früher im Buch gewünscht. Aber auch so ist es ein gutes Buch.
      Schönen Abend :-*

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