Tot (Der Dunkle Turm) von Stephen King

Der dritte Teil und die Reihe wird immer besser.

Inhalt


Roland, Eddie und Susannah sind immer noch auf der Suche nach dem Dunklen Turm. Aber Roland kann seinen Erinnerungen nicht mehr trauen und glaubt verrückt zu werden. Zudem haben sie einen Wächter gefunden und somit einen Weg zum Dunklen Turm. Aber können Eddie und Susannah Roland retten?


Meine Meinung


Das Cover hat auf jeden Fall einen großen Wiedererkennungswert dieser Reihe, obwohl ich es immer schwer finde etwas Genaues darauf zu erkennen. Dafür glänzt es einfach zu viel.

Manchmal ist mir der Schreibstil von Stephen King (und gerade hier in der Dunkle Turm Reihe) etwas zu derb, ich mag es einfach nicht wenn viele Schimpfworte in Büchern vorkommen. Aber okay, ich weiß ja wie King ist und komme irgendwie schon damit klar. 😉
Was mir aber sehr gefallen hat, ist das einiges von den beiden Vorgängerbänden wiederholt wird. Dadurch das gerade der erste Band ziemlich verwirrend gewesen war (im Nachhinein, habe ich das Gefühl, es wäre einfach ein einziger langer Traum gewesen), kann ich jetzt doch besser viele Dinge nachvollziehen und verstehen. Es erscheint ein Sinn hinter den Dingen.
Außerdem versteht es King grandios in dem Buch Zeiten und Ebenen zu erschaffen und zu verbinden, aber ohne einen zu verwirren. Man ist einfach nur gefesselt von dieser interessanten und spannenden Story und muss einfach weiterlesen.

Ich habe bei der Lektüre öfter festgestellt, dass dieses Buch einfach außerhalb von allem ist. Man kann es nirgendwo einordnen, denn King entwirft hier eine neue, eigene Welt, die nichts mit vorher bekannten zu tun hat. Mittwelt eben. 😉
Und so scheint auch kein Genre so wirklich zu passen, denn neben einer spannenden Fantasystory, hat man auch sehr viele Wild-West-Elemente, aber als die Protagonisten dann in einer New-York-ähnlichen Stadt geraten, erleben wir einen Großstadthorror, der mich etwas an I am Legend erinnert hat. Alles wirklich sehr toll gemacht. 🙂

Hier erfahren wir auch etwas mehr über Eddie und Susannah und ihre Vergangenheit. Der einzige der wieder mal im Dunkeln bleibt (haha im Dunklen Turm? 😉 ) ist Roland. Wer ist er? Nur bruchstückhaft erhält man kleine Einblicke in seine Vergangenheit, aber groß Aufschluss ergeben diese nicht. Ich hoffe, das man bald etwas mehr über ihn erfährt, denn so kann man ihn momentan nur sehr schwer einschätzen. Ist er der Good Guy oder der Bad Boy?
Denn auf der einen Seite scheint er sehr hilfsbereit zu sein und würde wohl für seine Gefährten so ziemlich alles tun, aber dann wirkt er wieder total auf den Dunklen Turm fixiert und ich musste mich fragen, ob er nicht für diesen viel mehr tun würde.

Das Ende ist wirklich verdammt offen und ich muss unbedingt bald mit dem nächsten Teil beginnen, denn ich will wissen wie es weitergeht.


Mein Fazit


Endlich nimmt die Geschichte um Roland, seine Gefährten und den Dunklen Turm an Fahrt auf und man gelangt in eine Welt die gefährlich ist, aber die King so gut beschreibt, dass man einfach nur weiterlesen muss. Man möchte mehr erfahren über Roland und überhaupt über Mittwelt. Stephen King hat mich mal wieder gefangen. 🙂


Lieblingszitate
„Am schnellsten lernt man etwas über einen Ort, wenn man dessen Träume kennt.[…]“ (S. 94)

„[…] Umwege sind eine schlechte Angewohnheit, der man leicht verfällt. Es ist immer besser, geradeaus zu gehen, wenn es keinen guten Grund gibt es anders zu tun. […]“ (S. 391)

Fakten zum Buch
Autor: Stephen King
Titel: Tot
Reihentitel: Der Dunkle Turm
Originaltitel: The waste lands – the Dark Tower
Band: 3
Übersetzung: Joachim Körber
Verlag: Heyne
Seitenzahl: 750
ISBN: 978-3-453-01216-5
Preis: 8,95 €

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