Später von Stephen King

Eine kurzweilige Geschichte von King. Das ist selten aber kann auch sehr gut sein wie er uns hier beweist. 😀

Werbung: Ich bedanke mich beim Bloggerportal und dem Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar. Diese Rezension ist meine eigene Meinung und wurde nicht beeinflusst. 

Inhalt


Jamie hat eine besondere Fähigkeit, er kann tote Menschen sehen und nicht nur das, er kann auch mit ihnen sprechen. Und das Gute daran, wenn er ihnen eine Frage stellt, können sie nicht lügen, sondern müssen ihm immer die Wahrheit sagen.
Und aus diesem Grund, soll Jamie unter anderem seiner Mutter mit seiner Fähigkeit aus einer finanziellen Krise helfen.

„Das Ganze hier ist wohl eine Horrorstory. Also dann mal los.“ (S. 10)


Meine Meinung


Das Cover gefällt mir sehr gut irgendwie. Die Silhouette in der man einen Teil von New York erkennen kann und zwischen all dem blau, das in Rot geschriebene Später.

Jamie ist eins der Kinder von King, der was Besonderes kann, diesen begegnet man ja sehr häufig in seinen Geschichten. Vielleicht hat er mich deshalb ein wenig an Danny Torrance aus Shining erinnert. Aber generell erkennt man einfach wenn man mehrere King Bücher gelesen hat, seinen Stil wieder und bei der Menge an Büchern ist es ja auch kaum verwunderlich, wenn sich die Figuren ähneln.
Und auch wenn das jetzt vielleicht so klingen man, als wäre das dann weniger interessant, konnte mich diese eher kürzere Geschichte (das Buch hat nur 303 Seiten! 😉 ) voll und ganz begeistern. Denn nicht nur mit Jamie hat King wieder ein tolles Kind erschaffen, dass einiges durchmacht und diese Horrorstory übersteht und daraus wächst, auch der Horror in der Story kommt einem irgendwie bekannt vor und doch ist es neu und anders. Ich möchte hier nicht so genau darauf eingehen, weil das spoilern könnte. 😉

King zeigt hier wieder gekonnt, wie er einen Horror erschaffen kann ohne zu extrem zu werden bzw. ihn einfach nur offensichtlich und plump zu inszenieren. Natürlich lernen wir die Dinge vor denen Jamie Angst hat kennen und ja, es fließt auch Blut, aber der Meister des Horrors hat wieder ganze Arbeit geleistet und übertreibt nicht.
Wie auch bei seinen anderen Romanen in denen Kinder eine große Rolle spielen, geht es King auch darum zu zeigen, wie sie sich entwickeln und erwachsen werden.

„Also ja, ich kann tote Leute sehen. Das war schon immer so, soweit ich mich erinnern kann.“ (S. 20)

Einzige kleine Kritik ist, dass mir Jamie manchmal etwas zu sehr darauf hört, was ihm die Erwachsenen sagen. Als er zwölf war machte dass für mich doch etwas mehr Sinn als später als er ein Teenager ist. Aber natürlich wird mir als Leserin auch ein Grund genannt und trotzdem war es mir doch etwas zu einfach.

Alle anderen Figuren sind auch wieder wie gewohnt gelungen, obwohl mir Jamies Mutter auch manchmal etwas zu viel die Augen vor seiner Fähigkeit verschließt. Wahrscheinlich weil sie es nicht ganz begreifen kann, aber dafür greift sie ziemlich schnell zu seiner Hilfe, als sie sie benötigt.

Das Ende fand ich wirklich sehr interessant und klar, es gibt einen großen Showdown am Schluss. 😉 Außerdem deutet sich dort mehr an und vielleicht werden wir Jamie nochmal in einem anderen Buch begegnen, genauso, wie wir hier auch wieder vielen alten Geschichten von King begegnen. Tja, was soll ich sagen, seine Bücher sind einfach ein einziges großes Universum. 😉


Mein Fazit


Das ist mal wieder ein kürzerer Roman aus der King’schen Feder, aber trotzdem büßt die Geschichte in keiner Weise etwas ein. Sie ist spannend und auch gruselig, denn wie sonst auch, ist der Horror nicht immer direkt zu sehen und doch bleibt er immer da. Denn wenn ein Junge tote Menschen sehen kann, ist das allein schon gruslig genug oder? 😉
Ich kann diese Geschichte jedem empfehlen, der Horrorgeschichten mag, die nicht immer direkt blutig sein müssen und für alle die Stephen King schon kennen, ist es nochmal was ganz besonderes, denn wie in seinen anderen Werken auch, treffen wir hier auch wieder auf viele Andeutungen aus seinen älteren Romanen.

Weitere Meinungen:

Fakten zum Buch
Autor: 
Stephen King
Titel: Später
Originaltitel: Later
Übersetzung: Bernhard Kleinschmidt
Verlag: Heyne
Seitenzahl: 303
ISBN: 978-3-453273351
Preis: 22,00€

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6 Comments
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Buchperlenblog

Huhu Diana!
Ich hab Jamie tatsächlich auch sehr schnell ins Herz geschlossen und mit seiner sympathischen Art hoffe ich auch, dass er uns noch irgendwo erneut begegnen wird. Denn als Erwachsener stehen ihm und seiner Gabe ja vermutlich ein paar mehr Wege offen, als es als Kind der Fall war. Vielleicht wird er ja wirklich ein hervorragender Detective und stellt sich dem Bösen entgegen. Wer weiß 😀

Liebste Grüße!
Gabriela

Nicole

Hallo Diana,

ich hoffe auch sehr, dass wir noch mehr von Jamie zu lesen bekommen. Es war eine großartige Geistergeschichte, wenn es auch nicht für Horror reicht, obwohl es King immer wieder betont hat. 😀 Schön, dass es dir ebenfalls gefallen hat.

Die Ähnlichkeit empfand ich gar nicht so. Wahrscheinlich ist bei mir “Shining” schon zu lange her.

Liebe Grüße & schönen Sonntag,
Nicole

[…] Ich kann diese Geschichte jedem empfehlen, der Horrorgeschichten mag, die nicht immer direkt blutig sein müssen und für alle die Stephen King schon kennen, ist es nochmal was ganz besonderes, denn wie in seinen anderen Werken auch, treffen wir hier auch wieder auf viele Andeutungen aus seinen älteren Romanen. Lese-Welle […]

[…] Bellas WonderworldBuchperlenblogLeseWelle […]