Shadow World von Melissa Marr

Enttäuschend

Die Leseprobe war gut und interessant gewählt, aber leider habe ich meinen Kauf bereut. Für guten Fantasy war einfach zu wenig in der Geschichte drin.

Mallory und ihr Vater Adam leben seit ihre Mutter weggegangen ist alleine. Sie leben ein Nomadenleben, denn sie ziehen ständig um. Das liegt daran, dass Adam ein Magus ist und sie von Daimonen verfolgt werden. Deshalb muss Mallory auch lernen sich gegen diese zu kämpfen. Sie ist ihr Leben lang ein gutes Mädchen gewesen und hat alles gemacht was ihr Stiefvater gesagt hat, doch jetzt ist etwas anders, denn Mallory ist zum ersten Mal verliebt. In Kaleb.

Das Cover ist wirklich anziehend, obwohl es natürlich nichts Neues oder Innovatives ist, sondern eher ein typisches Jugendbuchcover. Aber  trotzdem ist die Kombination aus dem großen Mädchengesicht und den Häusern im Hintergrund wirklich gut gelungen. Der Roman startet sehr stark und man kommt zunächst gut in die Geschichte hinein, denn der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut weg lesen. Doch sobald die Geschichte von Mallory weg geht und näher auf die anderen Charaktere kommt, wird es etwas undurchsichtig. Lange Zeit habe ich die Verhältnisse nicht so wirklich durchschaut. Wo leben die Magi? Wo die Daimonen? Zusammen oder in Parallelwelten? Wie sehen die jeweiligen Arten aus? Wie Menschen? Oder doch eher anders? Erst spät klärt Melissa Marr diese Fragen auf und so tappt man als Leser lange Zeit im Dunkeln und muss sich viele Sachen selber zusammenreimen. Ganz klar ist es im ganzen Buch auch nicht, ob es überhaupt eine böse Seite und ein gute Seite gibt. Jeder hasst irgendwie jeden dort. Da komme ich auch zum nächsten Punkt, denn es ist stellenweise sehr gewalttätig und das hat mir für ein Jugendbuch nicht so wirklich gefallen. Dazu kam, dass die Autorin in einigen Kapiteln spontan zwischen den verschiedenen Charakteren wechselte und das fand ich eher verwirrend als hilfreich, denn auf einmal hatte man die Perspektive von einer anderen Seite. Was mir auch aufgefallen ist, ist das man nach dem Klappentext eine klare Vorstellung davon hat um welche Person es hauptsächlich geht, aber nach der Lektüre bin ich etwas ratlos, wer denn nun der Hauptcharakter sein soll. Außerdem hatte ich öfters das Gefühl, dass es zwischen den Kapiteln größere Zeitsprünge gibt und nicht alles direkt hintereinander passiert. Aber das kann natürlich auch eine falsche Einschätzung von mir sein. Was mir allerdings gut gefallen hat ist, dass Mallory von Anfang an nicht ganz ahnungslos ist, sondern schon einige wichtige Details über ihren Vater und ihr Leben weiß. Natürlich nicht alles, aber dann wäre ja auch die Spannung komplett weg. Das Ende baut dann wieder etwas mehr Spannung auf und endet natürlich offen, allerdings reizt mich die Geschichte allgemein nicht zum Weiterlesen. Dafür hat das Buch meiner Meinung nach zu viele Schwächen.

Mein Fazit: Ich habe das Buch nach dem Lesen der Leseprobe gekauft und das war nur logisch, denn das Buch startet wirklich sehr stark, allerdings lässt es dann doch sehr nach und die Geschichte plätschert nur so dahin, außerdem war ich an vielen Stellen einfach nur verwirrt. Werde eine Fortsetzung also nicht mehr lesen.

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