Holly von Stephen King

Eine tolle spannende Geschichte, die mich bis auf eine Winzigkeit vollkommen begeistern konnte. 

Ich bedanke mich bei dem Bloggerportal und dem Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar. Diese Rezension gibt meine Meinung wider und wurde nicht beeinflusst. 

Inhalt

Holly muss gerade privat mit einigem zurechtkommen, ihre Mutter ist gestorben und immer noch wütet Corona durch das Land. Doch als sich Penelope Dahl bei ihr meldet, damit sie ihre verschwundene Tochter Bonnie findet, nimmt sie den Fall an und sieht sich den Abgründen menschlicher Gedanken gegenüber.

Du meinst doch nicht etwa, wir sollten sie auf die Liste setzen, oder?“

S. 236 – 8. Februar 2021 Kapitel 2

Meine Meinung

Das Cover ist…

Das Cover ist düster und genau an den richtigen Stellen dunkel beleuchtet. Ein wunderbares Cover für eine düstere King Geschichte.

Ich bin ein großer Fan von Holly, schon seit sie in Mr. Mercedes das erste Mal aufgetaucht ist. Und mir geht es nicht alleine so, denn auch Stephen King selber sagt, dass er sich „einfach nicht von ihr verabschieden kann.“
Aber sie ist auch eine tolle Frau, die mit ihren Dämonen zu kämpfen hat (die häufig mit ihrer Mutter zu tun haben) und trotzdem mutig ist und ihren Weg irgendwie geht.

Holly ist eine gute Ermittlerin. Sie ist sogar zu der Einschätzung gelangt, dass sie dazu geboren ist und das Ermitteln ihre Berufung, aber die erste persönliche Begegnung mit neuen Leuten überlässt sie möglichst Pete.“

S. 49 – 22. Juli 2021 Kapitel 4

Ihr zur Seite stehen natürlich wieder ihre Freund*innen Pete, Jerome und Barbara. Obwohl in diesem Buch alle eher alleine unterwegs sind, das macht aber auch etwas die Situation. Denn 2021 steckte die Welt noch mitten in der Corona Krise und auch Kings Figuren müssen damit zurechtkommen. Was für Holly natürlich extrem schlimm ist, denn von Natur aus ist sie sehr vorsichtig.

Das ist für mich allerdings auch ein Kritikpunkt, denn meiner Meinung nach lässt der Autor in dem Buch etwas seinen Frust und Wut über Corona und die Regierung von Donald Trump raus. Sehr häufig greift er diese Themen auf und macht sehr deutlich, was er davon hält. In seinem Nachwort schreibt er zwar, dass er auf keinen Fall moralisierend wirken möchte, aber auf mich hatte es an vielen Stellen schon den Anschein.
Das ist aber auch meine einzige Kritik an dem Buch, es hätte ruhig etwas weniger Covid und Trump sein können.

Davon abgesehen habe ich diesen King wieder mit Begeisterung gelesen. Holly ist wie gesagt toll und zeigt ihr wieder mal, wie weit sie es doch geschafft hat. Aber auch Jerome und vor allem Barbara vollbringen großes und gefallen mir wieder ausgesprochen gut. 😊

Waren einige der Vorgängerbücher um Finders Keepers, der Detektei, doch auch mystisch veranlagt, so ist dieser Roman ein Krimi, der sich um die Abgründe der menschlichen Natur dreht. King zeigt hier wieder grandios, dass er keine Horrorgestalten braucht, um Horror zu erschaffen. Und mir zeigt dieses Talent wieder mal, warum ich diesen Autor so gerne lese, er ist vielfältig und schreibt spannend und interessant dabei.


Mein Fazit

Auch wer die anderen Bücher rund um Holly nicht gelesen hat, kann dieses Buch lesen, nein sollte es lesen. Denn King zeigt hier wieder, was alles in ihm steckt und warum er einfach der King ist. 😉  
Es ist ein Krimi, der zeigt wozu Menschen in ihrem Wahn fähig sind und kommt vollkommen ohne fantastische Alptraumgestalten aus, denn die Mörder in dem Buch reichen völlig aus. Zudem ist Holly eine tolle Frau, die in diesem Buch ihre Stärken zeigt, auch wenn sie ihre Schwächen hat. Einzig, dass der Autor sich etwas zu häufig über Corona auslässt, hat mich etwas genervt, aber mein Lesefluss wurde dadurch nicht allzu gestört. Eine unbedingte Empfehlung!

Weitere Meinungen

Fakten zum Buch
Autor: Stephen King
Titel: Holly
Originaltitel: Holly
Übersetzung: Bernhard Kleinschmidt
Seitenzahl: 639
ISBN: 978-3-453274334
Preis: 28,00€

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Buchperlenblog

Huhu Diana!
Japp, da haben wir ja wirklich eine sehr sehr ähnliche Meinung =) Interessant wird es ja glaube ich auch, wenn man das Buch in einigen Jahren nochmal liest, wie man dann zu den Trump- und Corona-Erwähnungen steht. Aktuell ist das alles ja noch sehr präsent in den Köpfen, aber wie mag uns das in 10 20 Jahren erscheinen?

Alles Liebe!
Gabriela

Nicole

Hallo Diana,

je mehr die Meinungen auseinander gehen, desto neugieriger werde ich.

Hast du „Billy Summers“ gelesen? Falls ja, wie ist „Holly“ im Vergleich dazu?

Liebe Grüße
Nicole

Nicole

Hallo Diana,

dass sich King hier etwas arg ins Corona-Geschehen verbeißt, liest man in etlichen Rezensionen. Aber schön, dass du es mochtest und empfiehlst.

Bei mir wird es noch ein bisschen dauern. Den neuesten King hebe ich mir immer einige Zeit am SuB auf, bis ich es lesen. 😀

Liebe Grüße
Nicole

[…] Ich bin ein großer Fan von Holly und deshalb ist das Buch natürlich was ganz Besonderes. Hier zeigt Stephen King wieder, dass er auch fern vom Horror Spannung aufbauen kann, denn dieses Buch würde ich definitiv eher zum Genre Krimi zählen. Einzig seine offene Kritik an Trump und der Coronapolitik war etwas zu viel. Aber das ist jammern auf hohem Niveau denn mit diesem Roman konnte er mich wieder voll überzeugen! Hier geht es zu meiner Rezension. […]

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