Fairy Tale von Stephen King

Dieses Buch von King konnte mich leider nicht überzeugen. 

Ich bedanke mich beim Bloggerportal und dem Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar. Diese Rezension gibt meine Meinung wider und wurde in keiner Weise beeinflusst. 

Achtung! Diese Rezension könnte Spoiler zu den vorangegangen Bänden enthalten.

Inhalt

Durch einen Zufall lernt Charlie Mr. Bowditch kennen und auf einmal kümmert er sich um den alten Mann. Doch was Charlie nicht ahnt ist, dass Mr. Bowditch ein Geheimnis verbirgt. In seinem Schuppen hinter dem Haus ist ein Weg in eine andere, fantastische Welt. Ein Märchen beginnt.

Zuerst habe ich an den Schuppen gedacht, weil meine Abenteuer da richtig angefangen haben, aber dann wurde mir klar, dass ich zuerst von Mr. Bowditch erzählen muss und davon, wie wir uns angefreundet haben.“

S. 9 – Kapitel Eins – Die verfluchte Brücke. Das Wunder. Das Geheul.

Meine Meinung

Das Cover ist…

Das Cover ist okay. Es ist jetzt nicht das Beste, aber auch nicht das Schlechteste. Obwohl ich hier zugeben muss, das mir das Originalcover deutlich besser gefällt. Passt auch irgendwie besser zur Geschichte. Denn das Thema des Covers wird öfter mal im Buch erwähnt.

Aber genug dazu, kommen wir zur eigentlichen Story.

Diese konnte mich leider nicht wirklich überzeugen. Ich bin einiges von Stephen King gewohnt und vor allem kennt man sich als Fan mit seinen ausschweifenden Erläuterungen aus, aber hier kam bei mir so überhaupt keine Spannung auf. Noch nicht mal gegen Ende.
Sehr schade, denn das Setting und die Idee hätte so viel spannendes King Potenzial gehabt.

Zunächst passiert die ersten 300 Seiten wirklich gefühlt nichts, denn hier erzählt Charlie wie er Mr. Bowditch getroffen hat und es wird erläutert, wie die beiden sich beschnuppern und Charlie sich dann letztendlich um ihn kümmert. Und als es dann endlich in die Anderwelt wie Charlie sie nennt geht, passiert auch so gut wie nichts.
Hauptsächlich macht Charlie das um den alten Hund von Mr. Bowditch, Radar, zu retten, denn in der anderen Welt gibt es Magie, die einen wieder verjüngt.

Flüsternde Stimmen drangen mir ans Ohr, aber ich achtete nicht auf sie. Ich dachte nur noch an Radar, nur an sie, und ich wusste, was zu tun war.“

S. 492 – Kapitel Achtzehn – Hana. Spiralwege. Der Horror im Teich. Endlich an der Sonnenuhr. Eine unliebsame Begegnung.

Auf den Weg zu dieser Magie lernt Charlie so einige Leute kennen unter anderem eine Gänsemagd, die wunderschön ist. Wie das halt im Märchen so ist.

Sie hatte rosige Wangen, sie war jung, und sie war nicht einfach nur hübsch, sondern wunderschön.“

S. 350 – Kapitel Dreizehn – Anruf bei Andy. Radar trifft eine Entscheidung. Eintopf. Die Gämma.

King greift hier im Übrigen sehr schamlos auf viele klischeehafte Märchenbeschreibungen zurück, was ich auch schade fand, denn warum muss die Prinzessin immer wunderschön sein? Oder der Held blond, blauäugig und gutaussehend?

Auf jeden Fall geht natürlich was schief und Charlie gerät immer tiefer hinein in diese magische Welt und fühlt sich dazu berufen, die Bewohner des Landes zu retten.
Aber zwischendurch gibt es immer wieder lange Erklärungen, die sich ewig hinziehen. Die Bösen finden keinen so großen Platz in dieser Geschichte und der Showdown am Ende war ziemlich schnell vorbei.

So grundsätzlich habe ich manchmal an Der Dunkle Turm denken müssen, aber auch das habe ich schnell wieder vergessen, denn die beiden Geschichten haben nicht so viel gemeinsam wie gedacht. Wäre der Schreibstil von Stephen King nicht gewohnt gut, hätte ich das Buch vielleicht nicht beendet. Außerdem hatte ich noch die Hoffnung, dass es noch spannend werden könnte. Ich kenne ja die Bücher von ihm. Aber wie gesagt, wurde ich hier etwas enttäuscht.


Mein Fazit

Ich bin am Ball geblieben, weil ich von anderen King Büchern weiß, dass es im letzten Drittel des Buches noch richtig zur Sache gehen kann, aber in diesem Fall war das leider nicht so. Der Kampf gegen das Böse ist schnell vorbei und vorher wird viel erklärt und beschrieben, aber so richtig viel passieren tut nichts. Könnte mich Stephen King nicht mit seinem Schreibstil fesseln, hätte ich das Buch abgebrochen, aber auch das hat es nicht so richtig rausgehauen. Dieses Buch hatte viel Potenzial, aber so richtig begeistern konnte mich die Story nicht. Sehr schade!  

Weitere Meinungen:

Fakten zum Buch
Autor: Stephen King
Titel: Fairy Tale
Originaltitel: Fairy Tale
Übersetzung: Bernhardt Kleinschmidt
Verlag: Heyne
Seitenzahl: 877
ISBN: 978-3-453273993
Preis: 28,00€

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4 Comments
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Nicole

Hallo Diana,

das hört sich ja gar nicht gut an. Bisher ist es auch die erste negative Rezension, die ich zu dem Buch lese. Jetzt ist meine Vorfreude natürlich gedämpft. Diese Schwarzweiß-Malerei klingt irgendwie so gar nicht nach King. 🙁

Dann bin ich mal gespannt, wie es mir gefällt.

Liebe Grüße
Nicole

[…] Fairy Tale von Stephen King > Rezension […]

anna

kann dem leider nur zustimmen… habe alles von King gelesen … schade

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