Das Institut von Stephen King

Was soll ich sagen? Wieder ein gelungenes King Buch, der Mann hat es halt drauf. 😉

Inhalt


Luke wird entführt und wacht im Institut wieder auf. Das Institut ist mitten im Wald und dort werden Experimente mit Kindern gemacht, doch womit niemand gerechnet hat ist, dass Luke und die anderen Kinder schlauer sind als gedacht und einen großen Überlebenswillen haben.


Meine Meinung


Das Cover gefällt mir sehr gut. Es wirkt sehr schlicht und doch ist dieser Kinderkopf im Vordergrund sehr präsent und aussagekräftig.

Auf den ersten Seiten des Buches lernt man zunächst nicht Luke und die anderen Kinder im Institut kennen, sondern Tim.

„Eine halbe Stunde nachdem der Delta-Flug von Tim Jamieson Tampa in Richtung der hellen Lichter und hohen Gebäude von New York hätte verlassen sollen, stand die Maschine immer noch am Terminal.“ (Erster Satz)

Tim ist Ex-Polizist und sucht momentan nach einem Ort in seinem Leben wo er bleiben kann und so landet er in DuPray. Tim war mir auf Anhieb sympathisch. Er wirkt besonnen und ruhig, ein guter Polizist.

Doch jäh wechselt man zu Luke. Dieser war mir am Anfang etwas zu hektisch und aufgedreht, deshalb habe ich etwas gebraucht um mich mit ihm anzufreunden. Doch nach und nach lernt man ihn näher kennen und auch mögen. Und auch die anderen Kinder im Institut haben ihre Marotten und ich konnte an fast jedem was finden um es zu mögen.
Und dort geht dann auch die Geschichte richtig los.

„Du bist im Institut. Irgendwo in der Wildnis von Maine. Hier gibt es keinen Ort, sondern nur Kartenkoordinaten. […]“ (S. 126)

Zunächst erfährt man sehr wenig über das Institut, denn die Kinder wissen selber kaum etwas darüber und so erfährt man von ihnen auch nicht so viel. Und die Erwachsenen in dem Laden plaudern natürlich nicht darüber was dort vor sich geht. Und doch weiß man, irgendwas Schräges läuft da ab.

Stephen King bleibt sehr vage und subtil und so häufen sich nach und nach die Fragen. So rätselt man selber und da ich viel King Bücher in der letzten Zeit gelesen habe, habe ich die Antworten auch in seinen anderen Romanen gesucht. Allen voran musste ich immer an Der Dunkle Turm denken, aber auch Carrie viel mir immer wieder ein. Aber wirklich bis zum Schluss bleiben die Vermutungen im Unklaren und King löst so schnell nichts auf.

Wer hier etwas Schnelles, Actionreiches erwartet, der könnte enttäuscht werden, denn die Geschichte dreht sich wirklich um die Kinder und was im Institut passiert. Das ist grausam und unmenschlich genug und baut so die Spannung auf.
Ich habe mitgefiebert mit den Kindern und habe einen Hass auf die Erwachsenen im Institut entwickelt und gegen Ende habe ich mit Interesse die Auflösung um alles erwartet.
Vielleicht ist das Ende etwas schnell abgehandelt, aber trotzdem hat King hier wieder alles richtig gemacht, denn die Spannung lauert hier im Hintergrund und lässt einen nicht los.


Mein Fazit


An einigen Stellen scheint das Buch ein bisschen dahinzudümpeln, denn es passiert scheinbar nicht so viel. Aber hier muss man auf die versteckten Töne hören, denn mit diesen baut King eine unmenschliche und grausame Symphonie auf und man fühlt mit den Kindern im Institut mit. Irgendwie kann ich es momentan nicht lassen und suche nach Verbindungen in anderen King Romanen und doch ist dieses Buch ein Einzelband. Ein Muss für alle King Fans und auch wenn man kein Fan ist, sollte man das Buch lesen wenn man eher die subtileren Bücher mag.

Ich bedanke mich beim Bloggerportal und dem Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar. Und auch wenn ich das Buch zum Lesen zur Verfügung gestellt bekommen habe, beruht diese Rezension aus meiner eigenen Meinung und wurde nicht beeinflusst.

Weitere Rezensionen:

Fakten zum Buch
Autor: Stephen King
Titel: Das Institut
Originaltitel: The Institute
Übersetzung: Bernhard Kleinschmidt
Verlag: Heyne
Seitenzahl: 767
ISBN: 978-3-453-27237-8
Preis: 26,00€

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Diana SchweinsburgJanna | KeJas-BlogBuchNicole Letzte Kommentartoren

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Nicole
Gast

Hallo Diana,

ich glaube, das Internet hat gerade meinen Kommentar gefressen. ^^ Falls da was doppelt auftaucht bitte löschen.

Zum Ende hin fand ich doch, dass sich einiges getan hat. Es ging zwar nicht in Richtung Actionthriller, dennoch hat sich einiges getan. Gerade dieses Subtile mag ich gern an seinen Romanen. Jedenfalls freut es mich, dass es dir in Kings “Das Institut” ebenso – auch wenn’s natürlich erschreckend war – gefallen hat. 🙂

Vielen Dank für’s Verlinken!

Liebe Grüße,
Nicole

Janna | KeJas-BlogBuch
Gast

Dahindümpeln, gehört auch zu Kingschen Büchern, aber meist haben mich diese Szenen auch. Liegt denke ich aber am Sprecher 😉 Im Institut war ich zwar noch nicht, steht aber oben auf meiner Merkliste der Hörbücher (=

Mukkelige Grüße!

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