Böse Nacht Geschichten

Wenn man nachts nicht schlafen kann. 😉

Inhalt


Böse Nacht Geschichten ist eine Kurzgeschichtensammlung von verschiedenen deutschen Autoren. Diese ist entstanden für den TV-Sender 13th Street und ist ursprünglich als Vorlesereihe mit prominenten Vorlesern gedacht gewesen. Doch das kam so gut an, dass es nicht nur das Buch gibt, sondern auch ein Hörbuch.


Meine Meinung


Das Cover ist sehr düster, aber mir persönlich sagt es jetzt nicht zu.
Dafür ist der Aufbau des Buches wirklich gut. Zuerst kommt immer die jeweilige Geschichte und danach folgt eine kurze Vita des Autors. Bei einigen Autoren ist zusätzlich noch ein Interview dabei. So bekommt man einen kleinen Einblick wie die Arbeit an der Kurzgeschichte war.

Ich muss ehrlich sein, denn bei Böse Nacht Geschichten hatte ich mir schon was Gruseligeres vorgestellt, aber es sind fast alles Geschichten, die eher ins Krimigenre zu stecken sind. Aber gut, das ist jetzt nicht so schlimm. Denn trotzdem haben mir die meisten Geschichten dann doch sehr gut gefallen, denn sie waren teilweise schon recht böse. Und ich mag Geschichten, die nicht nett enden. 😉
Dazu hat man natürlich jede Menge bekannte Namen dabei und genau deshalb habe ich mir das Buch damals gekauft.
Und man startet auch direkt mit einem sehr bekannten Autor: Frank Schätzing ist mit seiner Geschichte Der Teppich ein sehr guter Einstieg gelungen. Klar, das da die Messlatte jetzt ziemlich hoch hängt, aber die anderen Erzähler können da durchaus mithalten.
Denn Schlag auf Schlag folgen die anderen Autoren und mit Tanja Kinkel (bei ihrer Geschichte Mrs. Shakespeare kann ich mir richtig gut vorstellen, dass die gelesen vielleicht noch besser ist), Kai Meyer und Friedrich Ani sind das weitere gute Autoren. Und diese Geschichten haben mir auch sehr gut gefallen. Bei Schau hin! von Kai Meyer passiert nicht wirklich viel, aber er baut eine solche Spannung auf, dass ich es schade fand, als die Geschichte endete.
Besonders gefallen haben mir aber wie oben erwähnt, die ganz bösen Geschichten, die mich immer zu einem diabolischen Schmunzeln bringen. Hier sei Edgar Noske mit Im Herzen ein Mörder und Katrin Kaiser mit Das Abendessen genannt.
Aber wohl am besten hat mir die Geschichte von Marc Hillefeld I³ gefallen. Die Idee ist wirklich genial und auch die Umsetzung und Erzählweise ist einfach klasse. Hier hätte ich mir so gerne einen ganzen Roman zu gewünscht, denn die paar Seiten waren allzu schnell gelesen.
Aber wie das so ist haben mir auch hier nicht alle Kurzgeschichten gefallen. Und leider gab es so die ein oder andere Story, die ich irgendwie so überhaupt gar nicht verstanden habe. Dazu gehören unter anderem von Alexa Hennig von Lange Nachts, von Roger Willemsen Bequemes Loch Adieu und von Rebecca Casati Der Besucher.
Trotz dass die Geschichten recht durchwachsen wirkten, haben mir die meisten dann doch gefallen, denn 11 von 17 Geschichten waren gut bis sehr gut. 🙂

Ich bin jetzt am Überlegen, ob ich mir das Buch Böse Nacht Geschichten 2 auch besorgen soll. Denn ich stehe einfach total auf Kurzgeschichten zwischendurch, denn so vor dem Einschlafen eine kleine Story noch zu lesen ist einfach fantastisch.
Obwohl mich würden glaub ich auch das Hörbuch und die DVD reizen mal anzuhören bzw. anzusehen. Denn unter anderem ist Bela B dabei und ich mag ihn einfach sehr gerne (und auch seine Stimme ist wirklich sehr angenehm). Vielleicht wandert das ganze Paket mal auf meinen Wunschzettel. 😉


Mein Fazit


Die meisten Geschichten haben mir gut bis sehr gut gefallen und die Mischung mit der kurzen Vita der Autoren und einigen Autoreninterviews war einfach klasse. Eine tolle Kurzgeschichtensammlung bei der man zwischendurch einfach mal zu greifen kann und eine Geschichte schmökern kann, denn sie sind meist so 10 Seiten lang.


Lieblingszitate
“Mir sind Frauen rätselhaft wie Sterne, aber ohne sie wär’s noch finsterer im Leben.” (S. 33)

“Literatur ist universell, genau wie die Gegebenheiten und Begrenzungen des menschlichen Lebens.” (S. 49)

Fakten zum Buch
Titel: Böse Nacht Geschichten
Herausgeber: Torsten Dewi
Autoren: Frank Schätzing, Tanja Kinkel, Kai Meyer, Friedrich Ani, Andreas Eschbach, Burkhardt Driest, Wolfgang Hohlbein, Alexa Henning von Lange, Buddy Giovinazzo, Katja Rieman, Edgar Noske, Roger Willemsen, Katrin Kaiser, Rebecca Casati, Andreas Franz, Marc Hillefeld und Torsten Dewi
Verlag: Heyne
Seitenanzahl: 191
ISBN: 978-3-453-40484-7
Preis: 7,95 €

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7 thoughts on “Böse Nacht Geschichten”

  1. Es ist ja immer so eine Sache mit Kurzgeschichten! Muss man als Autor*in können. Ich bin absoluter Beckett-Fan, aber seinen Kurzgeschichten kann ich nichts abgewinnen. Die Anthologie “Sehnsuchtsfluchten” überzeugt auf ganzer Linie mit Tiefgang auf wenigen Seiten.

    Ich werde mir “Böse Nacht Geschichten” definitiv mal auf meiner Wunschliste notieren und so nebenher: ich mag das Cover 😉

    1. Hallo,
      Beckett lese ich auch gerne, aber seine Kurzgeschichten kenne ich noch nicht.
      Sehnsuchtsfluchten hingegen klingt sehr gut. Das werde ich mir mal auf meiner Wunschliste notieren. 😉
      Ich kann dir die Kurzgeschichten von Stephen King empfehlen. Die sind meist immer sehr gut. Oder die Sammlung Das Beste von Dracula. Obwohl ich da nicht weiß, ob es da noch zu kaufen gibt.
      Bei mir liegt das mit Cover immer daran, weil ich es nicht so mag, wenn Gesichter oder Personen überhaupt darauf zu sehen sind. Weiß auch nicht woran das liegt. 😉
      Liebe Grüße

      1. Kann ich verstehen, mir sagt ein Cover mit Gesicht auch eher selten zu. Und “Sehnsuchtsfluchten” kann ich nur empfehlen, zumal es auch unterschiedliche Autor*innen sind und somit für jede*n etwas dabei ist 😉
        Bin mit “Basar” von Kind am liebäugeln.

        1. Oh, den Basar habe ich gelesen und da waren wirklich gute Geschichten dabei. Wobei ich Zwischen Dunkel und Nacht auch sehr gut finde. Da sind es weniger die Horrorgeschichten die überwiegen, aber klasse geschrieben. 🙂

          1. Danke, hab du auch ein schönes Wochenende. :-*
            Mir geht es schon etwas besser, allerdings habe ich immer noch ein bisschen Schnupfen, aber es geht weg. 🙂

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