[3in1] Sprache in ihrer Vielfalt

Viele Bücher, wenig Zeit. Deshalb heute wieder 3in1.

Es gibt immer wieder Bücher zwischendurch die ich lese, aber aus verschiedenen Gründen keine lange Rezension dazu schreiben möchte. Oder ich habe eine geschrieben, aber weiß partout nicht wann ich diese veröffentlichen soll. Naja, dafür ist dieses Format einfach echt super, denn ich kann dir so kurz und knackig alle meine gelesenen Bücher vorstellen.

Heute habe ich für euch dabei
  • Ein Buch das mich sprachlos gemacht hat
  • Ein Buch, das mit Sprache spielt
  • Und eine Fortsetzung, die mich sprachlich wieder abgeholt hat

Du wolltest es doch von Louise O‘Neill

Inhalt

Emma ist nicht das brave, liebe Mädchen. Sie sieht verdammt gut aus und zieht sich deswegen auch gerne sexy an. Sie liebt es im Mittelpunkt zu stehen und von den Jungs umschwärmt zu werden. Doch nach einer Party wacht sie vor ihrem Haus auf und weiß nicht mehr was passiert ist.

Meine Meinung

Ich finde kaum Worte um zu beschreiben was ich beim Lesen des Buches empfunden habe. Klar, Emma ist nicht das sympathischste Mädchen, aber was ihr zustößt und was dann danach für eine Hexenjagd veranstaltet wird ist einfach unbeschreiblich.
Ich war wütend während des Lesens und zwar auf Emmas Umwelt und vor allem auch auf ihre Familie, die sie kaum unterstützt und auch immer wieder Ausreden für die Jungs sucht, die Emma das angetan haben. Generell wütend auf die Stimmen die meinen, sie wäre es doch selber schuld gewesen.
Ich war traurig, weil Emma sich selber fertig macht und sich selber hinterfragt ob sie wirklich richtig handelt und das Leben von den anderen zerstören möchte. Und weil ihr keiner sagt, dass sie an nichts schuld ist und die Jungs sich das Leben selber zerstört haben. Aber auch, weil genau das vielen Mädchen und Frauen jeden Tag passiert und nichts unternommen wird, damit diese Schuldgefühlen beim Opfer nicht vorkommen.
Es ist unglaublich was junge Frauen durchmachen müssen, obwohl sie rein gar nichts getan haben, aber unsere Gesellschaft stempelt sie trotzdem ab.

Das Kleid war zu kurz – Sie hat doch geflirtet – Sie hat nicht eindeutig nein gesagt.

Solange unsere Gesellschaft nicht umdenkt, brauchen wir solche Bücher wie das von Louise O’Neill, damit darauf aufmerksam gemacht wird.

Ein Lese-Muss!


Sophia, der Tod und ich von Thees Uhlmann

Inhalt

Der Tod klingelt an der Tür, doch bevor der Ich-Erzähler sterben kann klingelt auch noch seine Exfreundin Sophia. Dadurch entwickelt sich ein Roadtrip der ganz besonderen Art, denn Sophia, der Tod und der Erzähler machen sich zunächst auf seine Mutter zu besuchen um dann seinen Sohn, den er seit 7 Jahren nicht gesehen hat zu treffen.

Meine Meinung

So ganz kann ich nicht sagen, was ich von diesem Buch halten soll, denn obwohl es an wenigen Stellen amüsant war, war ich auch sehr häufig irritiert. Der Ich-Erzähler ist ein Typ, der irgendwie nichts auf die Reihe bekommt und im Angesicht des Todes möchte er endlich mal seinen Sohn treffen, dem er bis dahin nur Postkarten geschickt hat.
Das Buch ist schon recht sprachgewaltig und erinnerte mich sehr an viele von Thees Uhlmanns Liedtexte, aber so richtig überzeugen konnte es mich doch nicht. Ich war neugierig auf das Buch und muss im Nachhinein sagen, ich bleibe lieber bei seinen Liedern. Denn was mich im Kürzeren bei seiner Musik anspricht, war mir hier einfach zu lang.


Auf silberner Fähre – Reckless Band 4 von Cornelia Funke (Achtung, könnte spoilern)

Inhalt

Jacob und Fuchs sind weiterhin auf der Suche, diesmal nach Will, der wiederum einen Spiegel sucht. Doch trotz allem sind die beiden auch auf der Flucht vor Spieler, denn der Handel mit ihm ist nicht vergessen und schwebt über der zerbrechlichen Liebe zwischen den beiden.

Meine Meinung

Ich musste schon nach der langen Zeit erstmal wieder über die anderen drei Teile nachlesen was genau passiert ist, aber nachdem ich das getan hatte war ich auch relativ schnell wieder in der Welt hinter dem Spiegel gelandet und Cornelia Funke konnte mich mitreißen mit ihrer Fortsetzung rund um Jacob und Fuchs. Diesmal verschlägt es die beiden nach Japan und ich bin nach wie vor begeistert wie toll Cornelia Funke Märchen und Fantasie in ihre Bücher einwebt. Leider endet auch dieser Teil wieder offen und ich hoffe, dass ich diesmal nicht so lange auf eine Fortsetzung warten muss. Wie in den Bänden davor auch, gibt es an den Kapitelanfängen wieder kleine Zeichnungen der Autorin.

Ist vielleicht ein Buch für dich dabei? Oder hast du schon eins selber gelesen? Lass mir doch einen Kommentar da. 🙂

Liebe Grüße
Eure Diana

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Janna | KeJasWortrausch

Huhu meine Feine, von diesen Titel kenne ich nur „Du wolltest es doch“ und ist eine absolute Empfehlung meinerseits. Gerade weil Emma keine Sympathieträgerin ist finde ich es so gut! Auch das gewählte Ende ist sehr passend und entspricht weitaus mehr de Realität.