Sicht in Rezensionen

Es ist schon ein kleines bisschen her, aber immer noch bin ich neugierig, wie ihr zu diesem Thema steht.

Und dieses Thema ist: Aus welcher Sicht schreibt ihr Rezensionen?
Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wie ich auf dieses Thema gekommen bin, aber auf einmal spukte es in meinem Kopf herum.
Vielleicht war das, weil ich viele Rezensionen gelesen habe? Ich weiß es wirklich nicht mehr, auf jeden Fall ist mir aufgefallen, dass es da schon einige Unterschiede gibt.

Zunächst möchte ich aber mit euch darüber reden, wie es mir da geht. 🙂

Meine Art Rezensionen zu schreiben hat sich im Laufe der Zeit sehr verändert. Habe ich am Anfang zunächst immer wenige Worte benutzt, wurden die Rezensionen von der Länge her immer umfangreicher. Und auch mein Stil hat sich geändert.
Am Anfang habe ich sehr viel in der dritten Person geschrieben, also viele Wörter wie „man“, „der/die Leser/in“ benutzt. Ich habe wohl versucht die Rezension allgemein zu halten, das war zumindest mein Gedanke dahinter.
Doch irgendwann habe ich darüber nachgedacht und festgestellt, dass so eine Rezension ja keine allgemein gültige Sache ist, denn seien wir mal ehrlich eine Rezension ist alles andere als objektiv, sie ist ziemlich subjektiv. Denn nur weil es mir bei einem Buch an bestimmten Stellen so geht, zum Beispiel das ich einen Charakter mag oder nicht oder mir vielleicht eine Beschreibung nicht passend erscheint oder ich das besonders hervorheben möchte, geht es noch lange nicht allen so.
Dazu kommt, dass man manchmal Bücher anders sieht, je nachdem in welcher Stimmung man gerade ist. All das wurde mir eines Tages so richtig bewusst und ich habe daraufhin versucht diese Erkenntnis auch in meine Rezensionen einfließen zu lassen.
Konkret heißt das, ich wechselte von allgemeinen Ausdrücken zu persönlichen. Ich schrieb und schreibe auch noch jetzt meine Rezensionen fast ausschließlich in Ich-Form, nur manchmal fällt mir auf, dass sich die andere Art wieder einschleicht, aber dann ändere ich das auch noch. Denn ich bin der Meinung, dass man ganz klar erkennen sollte, dass eine Rezension meine persönliche Meinung, ja sogar vielleicht nur eine Momentaufnahme ist und man diese Worte nur selten generalisieren kann.

So viel zu meiner Meinung. 😉

Ich habe als mir das Thema so im Kopf herumgeisterte eine kleine Umfrage auf Twitter gestartet und meine Ergebnisse könnt ihr euch hier ansehen.

https://twitter.com/LeseWelle/status/1223523436716228608

Zusammenfassend kann ich wohl sagen, dass es wirklich eher wenige Leute gibt, die eine allgemeine Rezension schreiben und die Mehrheit entweder aus der eigenen Sicht schreibt oder eine Mischung aus beidem. Also manchmal so Sätze einfließen wie: „Leser/innen, die dies oder das mögen oder eher zart besaitet sind…“
Ich hoffe, ihr versteht was ich meine?

Und ja, wenn ich so darüber nachdenke, solche Sätze schreibe ich auch sehr gerne. Das sind dann mehr so Vergleiche, damit ein Leser/ eine Leserin der Rezension einschätzen kann ob das Buch was für ihn oder sie sein könnte.
Manchmal gebe ich aber auch eine persönliche Leseempfehlung am Ende, also sind wir dann wieder bei der subjektiven Meinung. 😉

Wie ist das bei euch? In welchem Stil schreibt ihr eure Rezensionen?
Schreibt mir gerne einen Kommentar.

Liebe Grüße
Eure Diana

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Tina

Liebe Diana,

ich habe das Buch gelesen, es ist meine Meiung, als schreibe ich auch in der Ich-Form. Jede rezension hat irgendwie andere Schwerpunkte, je nachdem was mich an dem Buch mehr oder weniger gepackt hat.
Allerdings verkneife ich mir inzwischen viele Fachausdrücke unter Sub-Unter-Genre-Begriffe, weil ich keine fachfrau in dem Sinne bin und das nicht so mag. Lieber umschreibe ich es mit Worten, die der Otto-Normalvebrraucher wohl eher versteht.

Liebe Grüße
Tina

Tina

Ich meine damit, dass ich jetzt kaum noch sage, dass es eine Low Fantasy oder High Fantasy oder sowas ist, gerade wenn ich mir da unsicher bin 🙂