Abgrund von Yrsa Sigurdardóttir

Der vierte Teil um Huldar und Freyja und ich bin wie bei den vorhergegangen Teilen begeistert.

Inhalt


Ein vermeintlicher Selbstmord stellt sich als Mord heraus und in der Wohnung des Toten wird ein etwa vierjähriger Junge gefunden, aber der Junge kannte den Mann nicht und die Polizei kann auch zunächst keine Verbindung herstellen. Wie passt alles zusammen?


Meine Meinung


Zunächst fällt bei dem Cover natürlich auf, dass es anders als bei der restlichen Reihe ist, aber trotzdem gefällt es mir. 🙂

Hach, ich bin ein Fan von Huldar und Freyja. Vielleicht von Huldar ein bisschen mehr, denn es macht richtig Spaß zu lesen, wie er versucht den Fall des Jungen zu bekommen, nur um wieder in Freyjas Nähe sein zu können. Es ist so süß wenn er sich bemüht cool zu sein und Freyja für sich zu gewinnen. Und dann seine Eifersucht anderen Männern gegenüber. Einfach herrlich die Beziehung oder Nichtbeziehung zwischen den beiden. 😀
Allerdings geht es in diesem Buch doch etwas mehr um den eigentlichen Mordfall und das Verhältnis Freyja – Huldar gerät in diesem Teil schon sehr in den Hintergrund. Was schade ist, aber auf keinen Fall schlecht, denn der Fall hat es in sich.

Der Mord an Helgi ist sehr mysteriös und bleibt es auch bis fast zum Schluss, denn die Geheimnisse, die auftreten werden auf vor dem Leser nur angedeutet und lösen sich nicht direkt auf. Ich war wirklich von der ersten Seiten an gespannt, wie alles zusammenpasst. Und vor allem wie der kleine Junge ins Bild passt. Denn dieser hat so gar keinen Bezug zu Helgi und seinen Freunden.

„Am Ende hatte er doch nicht fliegen können. Aber das war ja auch kein Traum.“ (S. 14)

Um es vorweg zu nehmen, es geschieht auch kein weiterer Mord im Buch, aber man ermittelt hautnah mit Huldar und seinen Kollegen mit. Und so weiß man als Leser, was die Ermittler wissen und das war für mich sehr interessant und spannend. Ich habe wirklich mit gerätselt und mit überlegt was wohl passiert sein könnte und war dann am Ende doch genauso erstaunt wie alle anderen wie die Autorin diese Verstrickungen auflöst.
Der Abgrund des Buches bzw. des Falles tut sich wirklich erst am Ende auf.

„Ob er sich in einem dieser Träume befand, bei denen man im selben Moment aufwacht, wenn man gerade in einen Abgrund stürzt? Die Welt der Träume war voll von so was.“ (S. 9)

Die Charaktere sind wieder stellenweise witzig und ich mag diese ganzen wechselseitigen Beziehungen einfach total gerne. Obwohl wie oben schon erwähnt leider Freyja etwas weniger präsent ist als bei den Teilen vorher. Das war etwas schade, aber Huldar findet ja immer einen Weg um sich in ihr Leben zu schleichen. 😀

Die Wendung am Ende des Buches war einfach nur klasse und ich hatte damit wieder so gar nicht gerechnet. Die Auflösung allein schon fand ich toll, aber dann dieser kleine Teil am Ende, rundete nochmal ein bereits gelungenes Buch ab.


Mein Fazit


Ich kann hier wieder nur lobende Worte schreiben, denn Yrsa Siguradardóttir ist es wieder gelungen einen fantastischen, spannenden Thriller zu schreiben, der einen verworrenen Fall super auflöst und bei dem der Witz durch die Charaktere und ihre Beziehungen nicht zu kurz kommt. Ich mag einfach Huldar und Freyja und wenn dann noch ein interessanter Fall auf die beiden wartet umso besser. Auch den vierten Teil der Reihe kann ich bedenkenlos empfehlen und ich denke dass es genauso gut weitergehen wird. Hoffentlich bald. 😉

Ich bedanke mich beim Bloggerportal und dem btb Verlag für das Rezensionsexemplar. 
Diese Rezension spiegelt meine eigene Meinung wieder und wurde in keinster Weise beeinflusst. 

Weitere Rezensionen:

Fakten zum Buch
Autorin: 
Yrsa Sigurdardóttir
Titel: Abgrund
Reihentitel: Huldar und Freyja
Band: 4
Originaltitel: Gatid
Übersetzung: Tina Flecken
Verlag: btb
Seitenzahl: 396
ISBN: 978-3-442-75847-0
Preis: 15,00€

 
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Nicole
24 Tage zuvor

Hallo Diana,

schön, dass dir der vierte Band auch so gut gefallen hat. Normalerweise mag ich private Verstrickungen von Ermittlern überhaupt nicht, doch Siguardardóttir bringt das alles sehr natürlich rüber, und begeistert mich damit sehr. Und meinem Empfinden nach ist es in dem Bereich nicht überladen – wie es oft bei anderen Krimis der Fall ist – sondern eben authentisch realistisch umgesetzt.

Der Twist am Ende war wirklich fein! 😀

Liebe Grüße & schönen Sonntag,
Nicole

Gabi
21 Tage zuvor

Hallo Diana,
Huldar und Freyja sind schon zwei Typen, die absolut authentisch und lebensecht rüberkommen und alles andere als perfekt, aber ungeheuer hunterhaltsam sind. Ich mag die beiden trotz oder vielleicht gerade wegen ihrer Fehler und Macken total gern.
Ich fand diesen vierten Teil der Reihe auch wieder klasse und hoffe, dass mehr als nur noch zwei Bände kommen! (weißt Du das sicher, dass es nur noch zwei werden?)
Vielen Dank für’s Verlinken. Ich hab Deine schöne Rezi auch gleich bei mir dazugefügt.
LG Gabi